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DLV-Chef Kessing für Olympia in Deutschland
Präsident Jürgen Kessing vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) würde Olympische Spiele in Deutschland auch wegen der langfristigen Investitionen begrüßen. "Unsere Infrastruktur ist dermaßen in die Jahre gekommen. Da wird es langsam Zeit, dass wir die wieder aufbereiten", sagte der 66-Jährige den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Olympia sei ein "Infrastrukturprogramm".
Nach Ansicht Kessings könne man "nicht immer nur rummeckern, wenn Olympische Spiele an despotische Staaten vergeben werden, ohne selbst zu sagen: Okay, dann machen wir ein alternatives, nachhaltiges Angebot. Wenn ich das nicht mache, habe ich das Recht des Meckerns verwirkt", sagte der DLV-Chef.
Denkbar sei es, die Wettkämpfe auch auf weiter voneinander entfernt liegende Sportstätten zu verteilen. "Man könnte in Duisburg Rudern, in Aachen Reiten, in Kiel Segeln und in Augsburg Wildwasserkanu anbieten. Da gibt es viele Möglichkeiten. Man kann die Transportwege verbessern, und da hätten wir alle was für die Zukunft davon", sagte Kessing.
L.Mason--AMWN