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"Das war für Gino": Bilbao widmet Sieg verunglücktem Mäder
Als Pello Bilbao auf der großen Bühne in Issoire seine Siegermedaille erhielt, zeigte er umgehend mit seinem linken Zeigefinger gen Himmel. "Das war ein Sieg für Gino", sagte der Spanier während er mit den Tränen kämpfte und widmete seinen ersten Etappenerfolg bei der Tour de France seinem tödlich verunglückten Freund Gino Mäder.
Bilbao hatte sich auf der 10. Etappe im Schlusssprint einer Fluchtgruppe vor dem Augsburger Georg Zimmermann durchgesetzt. Anschließend zeigte der Profi von Bahrain-Victorious auf eine Gravur auf seinem Helm: "#rideforgino", stand dort geschrieben. Sein Teamkollege Mäder war letzten Monat bei der Tour de Suisse in eine Schlucht gestürzt und an seinen schweren Verletzungen gestorben.
Mäder war für Bilbao nicht nur ein Teamkollege, beide waren eng miteinander befreundet. Der Schweizer Mäder hatte sogar einen streunenden Hund aus der baskischen Stadt Bilbao adoptiert und ihn Pello genannt.
"Es war schwer, sich in den letzten zwei Wochen mit den Gedanken an ihn auf die Tour vorzubereiten", gab Bilbao zu. Der erste Sieg bei der Frankreich-Rundfahrt in 13 Jahren als Profi sei "ein ganz besonderer Moment für mich", sagte er. In der Gesamtwertung rückte der 33-Jährige sogar auf den fünften Rang vor.
In Gedenken an Mäder hatte Bilbao sich vor Tour-Start dazu verpflichtet, für jeden Fahrer, den er auf einer Etappe hinter sich lässt, einen Euro für den Umweltschutz zu spenden. So hatte es schon sein Kumpel getan. Mittlerweile sind bereits über 1300 Euro zusammengekommen. Tendenz: steigend.
A.Mahlangu--AMWN