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Abfahrt in Val d'Isere: Weidle erneut enttäuscht
Kira Weidle schüttelte den Kopf, hob enttäuscht die Arme hoch und stieß ein verärgertes "Maaann" hervor: Die beste deutsche Abfahrtsläuferin ist auch in ihrem dritten Saisonrennen weit hinter den eigenen Ansprüchen zurückgeblieben. Bei der Abfahrt im französischen Val d'Isere reichte es für die WM-Zweite von 2021 beim Sieg von Weltmeisterin Jasmine Flury aus der Schweiz nur zu Rang 13. Emma Aicher, vor einer Woche in St. Moritz hervorragende Sechste, belegte Rang 24.
"Ich bin gerade ein bisschen auf der Suche nach dem Gefühl im Rennen, ich spüre den Ski gerade nicht so unter mir", klagte Weidle nach ihrer Fahrt im ZDF. Einen großen Fehler "hat es nicht gegeben", aber "von oben bis unten" habe ihr auf der Piste "O.K." die "Aktivität" gefehlt: "Vielleicht will ich auch ein bisschen zu viel", ergänzte sie, "vor allem nach letzter Woche in St. Moritz habe ich mir sehr viel vorgenommen."
In St. Moritz hatte Weidle nach Rang 26 im ersten Super-G der Saison beim ersten Abfahrtsrennen immerhin Rang neun belegt, von der Weltspitze war sie dabei auch nicht so weit weg wie diesmal: Auf Flury, die im Februar überraschend WM-Gold gewonnen hatte, fehlten ihr 1,31 Sekunden, zum Podest waren es 1,06 Sekunden. Vor dieser Saison hatte Weidle betont, sie wolle in diesem Winter ihren ersten Sieg im Weltcup einfahren und in den Kampf um die Weltcupkugel eingreifen.
P.Stevenson--AMWN