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Rekordstrafe und Abstieg für Vitesse Arnheim
Der niederländische Fußball-Erstligist Vitesse Arnheim ist nach Verstößen gegen die Lizenzbestimmungen mit einem Abzug von 18 Punkten bestraft worden, der Abstieg aus der Eredivisie ist damit besiegelt. Zum ersten Mal seit 35 Jahren muss Arnheim in der kommenden Saison in der Eerste Divisie antreten. Der Traditionsklub, Pokalsieger von 2017, legt keinen Einspruch gegen die Rekordstrafe ein.
Vier Spiele vor dem Saisonende lag Vitesse bereits am Tabellenende. Die Härte der Strafe begründete der niederländische Fußballverband KNVB mit der "außergewöhnlichen Schwere und dem Ausmaß" der Lizenzverstöße. Der Verein habe bei der Untersuchung des Falls, in dem auch der frühere Chelsea-Boss Roman Abramowitsch eine Rolle spielt, "falsche Informationen" geliefert und Informationen zurückgehalten.
Das Ministerium für Wirtschaft und Klima untersucht die Verbindungen zwischen Vitesse und Abramowitsch vor dem Hintergrund der EU-Sanktionen gegen den Russen. Der Lizenzierungsausschuss komme nach einem Untersuchungsbericht zu dem Schluss, "dass es Hinweise darauf gibt, dass Abramowitsch Kontrolle über Vitesse hat oder hatte und dass Risiken von Sanktionsverstößen und Geldwäsche bestehen", teilte der Verband mit. Weitere Sanktionen behielt sich der KNVB vor.
"Obwohl das ein dunkler Tag für jeden ist, der sich um Vitesse sorgt, ist das die harte Realität", sagte Arnheims Interimsgeschäftsführer Edwin Reijntjes. Immerhin habe der Klub die Möglichkeit, die Lizenz zu behalten, "auch dies hing am seidenen Faden". Durch den historischen Punktabzug - eine härtere Strafe hat es im niederländischen Fußball bislang nie gegeben - hat Vitesse einen Minuspunkt auf dem Konto.
P.Mathewson--AMWN