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Spanien siegt auch mit zweiter Garde - Albanien raus
Ohne Punktverlust ins Achtelfinale: Topfavorit Spanien hat trotz großer Rotation seine weiße Weste bei der EM behalten und startet mit viel Rückenwind in die K.o.-Phase. Auch mit zehn Änderungen in der Startformation setzte sich das Team von Nationaltrainer Luis de la Fuente in Düsseldorf mit 1:0 (1:0) gegen Albanien durch und schloss die Gruppe B mit der maximalen Ausbeute von neun Zählern auf Rang eins ab. Für Gegner Albanien ist die EM-Reise dagegen bereits nach der Vorrunde beendet.
Nach toller Vorarbeit des starken Leipzigers Dani Olmo traf Ferran Torres (13.) für den dreimaligen Europameister, der nach den vielen Wechseln aber nicht an die überzeugenden Auftritte zuvor anknüpfen konnte. In der nächsten Runde trifft Spanien auf einen der vier besten Gruppendritten, im Viertelfinale könnte dann ein Duell mit dem DFB-Team warten. Die Albaner hätten zumindest einen Punkt für die Chance auf das Weiterkommen benötigt, scheiterten aber wie bereits bei der ersten EM-Teilnahme 2016 in der Gruppenphase.
Bei bestem Fußballwetter am Rhein stimmten sich die Fans bereits viele Stunden vor Anpfiff auf das Spiel ein. Vor allem die Anhänger von Albanien waren überall in der Stadt verteilt - selbst die Fahrerin der Straßenbahn hatte ihre Arbeitskleidung gegen ein Trikot eingetauscht.
Doch während es für Albanien im dritten Spiel des Turniers um alles ging, rotierte de la Fuente kräftig durch. Schließlich hatte sich Spanien mit überzeugenden Siegen gegen Kroatien (3:0) und Italien (1:0) bereits vorzeitig den Gruppensieg gesichert. Eine fast komplett neue Elf benannte der spanische Coach, mit Leverkusens Alejandro Grimaldo und Olmo spielten zwei Bundesliga-Profis von Beginn an.
Die albanischen Fans glaubten an die Sensation gegen den großen Favoriten, auf den Rängen gaben sie eindeutig den Ton an. Die eigene Mannschaft befeuerte diese ohrenbetäubende Lautstärke in den ersten Minuten mit einem couragierten Auftritt auf dem Platz, setzte den Gegner früh unter Druck. Doch die Spanier blieben in der hitzigen Atmosphäre cool - und belohnten sich. Nach einem genialen Pass von Olmo traf Torres mithilfe des Innenpfostens zum 1:0.
Spanien versuchte es immer wieder mit schnellen Kombinationen nach vorne, zwingende Torszenen fehlten aber. Und so plätscherte die Begegnung zunächst ein wenig vor sich hin - bis Olmo im Strafraum an den Ball kam, doch Kapitän Berat Djimsiti blockte in letzter Sekunde den Schuss (36.). Kurz vor der Pause wurde Albanien einmal gefährlich, Keeper David Raya parierte den Versuch von Kristjan Asllani (45.) aber.
Nach dem Warnsignal wollten die Spanier zu Beginn des zweiten Durchgangs schnell das 2:0 nachlegen. Wieder war es Grimaldo, der eine scharfe Flanke in den Strafraum schlug, Stürmer Joselu verzog mit einem artistischen Versuch nur knapp (46.). Der Druck Spaniens wurde nun immer größer.
Doch weil sich die Spanier weiter nicht viele Chancen erspielten, lebte die Hoffnung bei den Albanern weiter - die selbst plötzlich offensiver wurden. Der eingewechselte Armando Broja scheiterte aber erneut an Raya (64.), auch in der Nachspielzeit versuchte er es noch einmal.
P.Santos--AMWN