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Fraser-Pryce zum fünften Mal bei Olympia - Thompson mit 9,77
Die dreimalige Olympiasiegerin Shelly-Ann Fraser-Pryce aus Jamaika hat sich zum fünften Mal für Sommerspiele qualifiziert. Die 37-Jährige belegte bei den nationalen Leichtathletik-Ausscheidungen über 100 m in 10,92 Sekunden Platz drei und buchte damit das Ticket für Paris. Im Männersprint schickte Kishane Thompson mit der Jahresweltbestzeit von 9,77 Sekunden eine deutliche Kampfansage an US-Star Noah Lyles.
Den Sieg sicherte sich bei leichtem Gegenwind 200-m-Weltmeisterin Shericka Jackson in 10,84 Sekunden vor Tia Clayton (10,90) und Fraser-Pryce. Die nur 1,52 m große "Pocket Rocket" war 2017 Mutter eines Sohnes und danach zum vierten (2019) und fünften Mal (2022) Weltmeisterin über 100 m geworden. Elaine Thompson-Herah, Olympiasiegerin 2016 und 2021 über die 100 m sowie 200 m, hatte für die Trials verletzt abgesagt und wird damit in Paris fehlen.
Die Jamaikanerinnen werden sich bei Olympia im ewigen Sprintduell mit den Topläuferinnen der USA messen. Mit am 22. Juni bei den US-Trials gelaufenen 10,71 Sekunden reist 100-m-Weltmeisterin Sha'Carri Richardson als Favoritin nach Frankreich.
Der Olympiasieg über 100 m ging zuletzt viermal in Folge an Jamaika, zunächst durch Fraser-Pryce (2008 und 2012), dann durch Thompson-Herah. Nachdem Marion Jones das Gold von 2000 aberkannt wurde, ist Gail Devers (1992 und 1996) die bislang letzte US-Olympiasiegerin.
Der 22 Jahre alte Thompson steigerte bei mäßigem Rückenwind seine persönliche Bestleistung um fünf Hundertstel und ist nun der neuntschnellste Sprinter der Geschichte. Weltmeister Lyles war bei den US-Trials 9,83 Sekunden gelaufen.
M.A.Colin--AMWN