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Dürr im Slalom auf Medaillenkurs
Skirennläuferin Lena Dürr greift im Olympia-Slalom erneut nach einer Medaille. Die 34-Jährige liegt zur "Halbzeit" eines Rennens bei perfekten Bedingungen auf Platz zwei hinter Ski-Königin Mikaela Shiffrin. Ihr Rückstand auf die US-Amerikanerin beträgt allerdings schon 0,82 Sekunden.
Auch Emma Aicher, in Cortina d'Ampezzo schon mit zweimal Silber (Abfahrt und Team-Kombination) dekoriert, hat noch Chancen aufs "Stockerl". Die Achte des ersten Laufs trennen 0,32 Sekunden von Rang drei, den überraschend die junge Schwedin Cornelia Öhlund belegt. Auf Shiffrin hat Aicher einen Rückstand von 1,32 Sekunden.
"Es hat sehr viel Spaß gemacht", sagte Dürr im ZDF, "der Schnee ist wieder ein Traum, wie im Riesenslalom. Dazu perfektes Wetter, es war so eine Freude, da oben zu stehen."
Dürr glänzte wie die direkt nach ihr gestartete Shiffrin an der Schlüsselstelle: Beide fuhren die aufeinanderfolgenden Haarnadeln von der anderen Seite an als die meisten Konkurrentinnen und nahmen so mehr Tempo ins Flache mit. "Ich habe kurz mal gezögert, weil ich die Erste war, die sich so entschieden hat, aber es ist sich ganz gut ausgegangen", sagte Dürr.
Sie hat nun dieselbe Ausgangsposition wie im Riesenslalom, in dem sie nach dem ersten Lauf ebenfalls Zweite war. Im Finale lag sie bis kurz vor dem Ziel auf Medaillenkurs, stürzte dann aber ab auf Rang neun. Ähnlich bitter verlief für sie der Olympia-Slalom 2022: Damals ging sie sogar als Führende in den zweiten Durchgang, fiel dort aber auf Platz vier zurück. 0,07 Sekunden fehlten der Münchnerin zu Bronze, 0,19 zu Gold.
Der Slalom ist der letzte Wettbewerb für die Alpinen bei Olympia 2026. Mit den beiden Silbermedaillen hat der Deutsche Skiverband seine Bilanz der beiden vergangenen Spiele schon übertroffen. 2022 reichte es nur zu Team-Silber (u.a. mit Dürr und Aicher), 2018 gab es eine Nullrunde.
F.Schneider--AMWN