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Sechstes Gold in Val di Fiemme: Kläbo vollendet Olympia-Mission
Norwegens Skilanglaufstar Johannes Hösflot Kläbo hat seine Gold-Mission mit dem sechsten Olympiasieg in Val di Fiemme makellos abgeschlossen und verlässt Norditalien als absoluter König der Winterspiele. Der 29 Jahre alte Olympia-Rekordgewinner triumphierte am vorletzten Wettkampf-Tag im Klassik-Rennen über 50 km bei einem norwegischen Dreifachsieg und steht nun bei elf olympischen Goldmedaillen.
In einem sehr schnellen Ausscheidungsrennen setzte sich Kläbo nach 2:07:07 Stunden vor Martin Löwström Nyenget (+17,5 Sekunden) und Emil Iversen (+46,2) durch. Florian Notz lief ein starkes Rennen und war als ausgezeichneter Zehnter bester Deutscher (+6:06,9 Minuten).
Bei perfekten Bedingungen am Samstagmittag in Lago di Tesero schrieb Kläbo erneut Sportgeschichte und übertraf die Bestmarke des legendären US-Eisschnellläufers Eric Heiden, der 1980 in Lake Placid als zuvor einziger Wintersportler fünfmal Gold in einem Jahr geholt hatte.
Die Karrierebestmarke bei Winterspielen hatte Kläbo bereits frühzeitig seinen Landsleuten Björn Dählie, Marit Björgen und Ole Einar Björndalen (je achtmal Gold) abgenommen. Nur Schwimm-Ikone Michael Phelps war mit 23-mal Gold in der Olympia-Geschichte erfolgreicher.
Kläbos Landsmann Nyenget versuchte es schon auf dem ersten Kilometer mit einer Attacke nach dem Vorbild von Johan Olsson. Der Schwede hatte bei der WM 2013 an gleicher Stelle den Klassik-Fünfziger nach einem 30 km langen Alleingang gewonnen. Nyenget wurde diesmal aber schnell geschnappt.
Nach 15 km gaben zwei Favoriten nahezu gleichzeitig auf: Der angeschlagen ins Rennen gegangene Finne Iivo Niskanen, 2018 in Pyeongchang Olympiasieger im zuvor letzten Klassik-Marathon, und der frühe Weltcup-Gesamtsieger Harald Östberg Amundsen stiegen völlig entkräftet aus der Spur.
Wenig später hatten die drei verblieben Norweger die letzten Konkurrenten abgehängt und setzten sich im Formationsflug weit ab. Kläbo hielt sich in der Führungsarbeit zurück, vertraute auf seine Sprinterqualitäten und zog im Zweikampf mit Nyenget schließlich am letzten Anstieg wieder seine ganz große Show ab.
Kläbo hat nun seit seinem Silber im 50-km-Rennen bei der WM 2023 in Planica alle zwölf Rennen in Serie bei großen Meisterschaften gewonnen. Seit seinem vierten Platz über 15 km in Planica holte er in sämtlichen 15 Rennen Medaillen (14-mal Gold, einmal Silber).
Mehr als sechsmal Olympia-Gold in einem Jahr haben nur bei entsprechend mehr Möglichkeiten die US-Schwimmer Phelps (8/2008) und Mark Spitz (7/1972) gewonnen. Ebenfalls sechsmal Gold holten DDR-Schwimmerin Kristin Otto (1988) und Turner Witali Scherbo (1992).
O.Norris--AMWN