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"Braucht eine Veränderung": Rapp in Kiel entlassen
Aus Angst vor dem drohenden Absturz in die Drittklassigkeit hat Fußball-Zweitligist Holstein Kiel Trainer Marcel Rapp entlassen. Dies teilte der Klub "nach langen, internen Diskussionen" am Dienstag mit. Holstein reagierte damit auf die sportliche Talfahrt mit fünf Pflichtspielniederlagen in Folge. Der Bundesliga-Absteiger belegt in der 2. Liga momentan Rang 14 und liegt nur noch einen Punkt vor dem Relegationsrang. Einen Nachfolger für Rapp gibt es noch nicht.
Die Entscheidung sei "gemeinsam und einvernehmlich" getroffen worden, "um einen neuen Impuls auf der Trainerposition zu setzen", hieß es in der Vereinsmitteilung. Rapp hatte die Kieler als Nachfolger von Ole Werner im Oktober 2021 übernommen und den Klub 2024 als ersten Verein aus Schleswig-Holstein überhaupt in die Bundesliga geführt. Nun musste er nach viereinhalb Jahren und 160 Pflichtspielen als Holstein-Coach wie Co-Trainer Alexander Hahn gehen.
"Nach dem Umbruch im Sommer befanden wir uns in einem anspruchsvollen, aber aus meiner Sicht sehr gut geplanten Entwicklungsprozess. Ich bin überzeugt, dass wir die sportlichen Herausforderungen gemeinsam erfolgreich gemeistert und die Saison stabil gestaltet hätten", wird Rapp in der Klubmitteilung zitiert: "Ich respektiere die Entscheidung des Vereins und gehe meinen Weg mit voller Energie weiter."
Die Verantwortlichen sehen in einem Trainerwechsel dagegen "einen notwendigen Schritt, um damit neue Energien freizusetzen". Nach eingehender Analyse der sportlichen Entwicklung und intensiven Gesprächen mit seinen Präsidiumskollegen und dem Aufsichtsrat sei man laut Sport-Geschäftsführer Olaf Rebbe "zu dem Ergebnis gekommen, dass es eine Veränderung braucht".
Holstein kündigte an, über eine Nachfolgelösung auf der Trainerposition "zeitnah" zu informieren. Bis dahin übernimmt das bestehende Trainer- und Funktionsteam um Co-Trainer Dirk Bremser die Verantwortung. Kiel trifft am Samstag (13.00 Uhr/Sky) auf den Dritten SV Elversberg, eine Woche später geht es zum Tabellenzweiten Darmstadt 98.
A.Rodriguezv--AMWN