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Arsenals Titelraum lebt: Saka erlöst die Gunners
Zwei quälend lange Jahrzehnte des Wartens sind vorüber - und Kai Havertz ist dem Henkelpott ganz nah: Der FC Arsenal hat sich erstmals seit 2006 wieder ins Endspiel der Champions League gekämpft. Die Gunners knackten das Defensivbollwerk von Atlético Madrid beim 1:0 (1:0) im Halbfinal-Rückspiel und dürfen weiter vom ersten Triumph überhaupt in der Königsklasse träumen.
Im Finale wartet allerdings die größtmögliche Aufgabe: In Budapest (30. Mai) bekommt es das weiter ungeschlagene Team um Havertz mit Bayern München oder Vorjahressieger Paris Saint-Germain zu tun. Nach dem 1:1 in der Vorwoche in Madrid schoss Bukayo Saka (45.) die Londoner zum zweiten Mal ins Endspiel. Atlético blieb der dritte Finaleinzug nach 2014 und 2016 unter seinem Trainer Diego Simeone verwehrt.
Havertz, der den FC Chelsea 2021 zum Champions-League-Sieg geschossen hatte, zuletzt aber häufig von Verletzungsproblemen geplagt war, verpasste das Hinspiel angeschlagen und stand nun wieder im Kader. Für einen Einsatz reichte es aber nicht.
20 Jahre, hatte Teammanager Mikel Arteta betont, habe Arsenal auf diese Finalchance hingearbeitet: "Es ist in unseren Händen." In der Nacht zu Dienstag zündeten Anhänger in der Nähe des Atlético-Hotels sogar Feuerwerkskörper, um die Spanier um den Schlaf zu bringen.
Dennoch wirkten die Atlético-Profis hellwach. Während die Gäste ihr schnörkelloses Umschaltspiel aufblitzen ließen und vereinzelt für Offensivgefahr sorgten, biss sich Arsenal die Zähne an der berüchtigten Defensive der Rojiblancos aus.
In der Ligaphase hatte sich Atlético in Nordlondon noch eine satte 0:4-Klatsche eingefangen, das Hotel wurde diesmal gewechselt, aus Aberglaube? Nein, nein, versicherte Simeone und ergänzte augenzwinkernd, die neue Unterkunft sei "einfach günstiger".
Es half - jedenfalls bis kurz vor der Pause. Arsenal erspielte sich kaum Chancen, forderte nach einem leichten Stoßen gegen Leandro Trossard vergeblich einen Strafstoß beim deutschen Referee Daniel Siebert (34.) und durfte doch jubeln. Saka staubte ab, nachdem Jan Oblak einen Trossard-Abschluss stark pariert hatte.
Artetas Team, das in der Liga dank eines Patzers von Manchester City wieder auf Meisterkurs liegt, schenkte die Führung nach der Pause beinahe her. William Saliba verlängerte den Ball unfreiwillig zu Atléticos Giuliano Simeone, der die Riesenchance liegen ließ (51.). Für Arsenal verpasste Viktor Gyökeres die mögliche Entscheidung (66.) - und eröffnete damit eine intensive Schlussphase.
P.M.Smith--AMWN