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Sieg in Köln: Heidenheim sorgt für spannendes Abstiegsfinale
Die Überlebenskünstler des 1. FC Heidenheim hoffen mehr denn je auf den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga. Durch ein 3:1 (2:1) beim 1. FC Köln am vorletzten Spieltag zog das Team von Trainer Frank Schmidt nach Punkten mit dem FC St. Pauli und dem VfL Wolfsburg gleich - und sorgte für ein Saisonfinale, das an Spannung kaum zu überbieten ist.
Erstmals seit dem 18. Spieltag ist der FCH nicht mehr Schlusslicht. Mit einem Sieg gegen den FSV Mainz 05 am kommenden Samstag (15.30 Uhr/Sky) ist der Sprung in die Relegation noch möglich. Wenn die Konkurrenten remis spielen, reicht den Heidenheimern ein eigener Sieg.
Doppelpacker Jan Schöppner (8./72.) und ein Eigentor des Kölner Verteidigers Kristoffer Lund (28.) lassen den FCH weiter auf die vierte Bundesliga-Saison hoffen. Köln war trotz eines über weite Strecken dominanten Auftritts zu ineffizient. Der zwischenzeitliche Ausgleich durch Marius Bülter war zu wenig (10.).
"Jetzt mal ehrlich. Was haben wir noch zu verlieren schon seit Wochen? Gar nichts - auch heute nicht", sagte Schmidt vor dem Anpfiff bei DAZN. Die erneuten Patzer von St. Pauli und Wolfsburg hatten dem FCH weiterhin die Möglichkeit zur Rettung gelassen. Dafür forderte Schmidt einen Sieg, schließlich sei am letzten Spieltag "alles möglich".
Der Auftakt gelang. Nach einem Fehler im Kölner Aufbauspiel nickte der vorgerückte Schöppner ein. Die Gastgeber, die am Samstag auf der Couch auch rechnerisch den Klassenerhalt verbuchten, reagierten allerdings prompt. Zunächst verpasste Sebastian Sebulonsen noch den Ausgleich, einen Neuaufbau und keine 30 Sekunden später jagte Bülter den Ball aus spitzem Winkel unter die Latte. FCH-Keeper Frank Feller, dem Schmidt überraschend anstelle von Stammtorhüter Diant Ramaj das Vertrauen geschenkt hatte, war machtlos.
Danach war Köln dominanter - verhalf aber Heidenheim wieder in die Spur. Einen Abschluss von Arijon Ibrahimovic versuchte FC-Verteidiger Lund kurz vor der Linie zu klären - doch der vermeintliche Befreiungsschlag landete im eigenen Netz.
Nach dem Seitenwechsel hielt Heidenheim die FC-Offensive mit großem Einsatz im Griff und erarbeitete sich aussichtsreiche Konterchancen. Schöppner verpasste aus zehn Metern zunächst noch den Doppelpack und eine mögliche Vorentscheidung (62.). Zehn Minuten später machte er es besser und schob überlegt ein.
P.Silva--AMWN