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Korruptionsverdacht: Razzien in Zusammenhang mit Fußballeuropameisterschaft 2024
Wegen des Verdachts auf Korruption im Zusammenhang mit der Fußballeuropameisterschaft 2024 haben am Mittwoch mehrere Razzien in Deutschland stattgefunden. Das teilten das nordrhein-westfälische Landeskriminalamt in Düsseldorf und die Staatsanwaltschaft Bochum mit. Dabei wurde auch die Zentrale des Deutschen Fußball-Bunds (DFB) in Frankfurt am Main durchsucht, wie der DFB dem Sport-Informationsdienst (SID) bestätigte.
"Die Ermittlungen betreffen weder den DFB als Organisation noch einzelne Mitarbeitende oder Verantwortliche", teilte der DFB dem SID mit: "Der DFB ist in diesem Verfahren vielmehr lediglich als Zeuge beteiligt und hat gegenüber den Behörden umfassende Kooperation zugesagt."
Verantwortliche der Organisationsgesellschaft sollen Gastgeberstädten exklusive Vorkaufsrechte für Eintrittskarten angeboten haben, wie die Ermittler ausführten. Teils seien diese in Anspruch genommen und "auf unterschiedliche Art verwendet" worden. Außerdem besteht der Verdacht, dass ein damaliger Mitarbeiter einer Gastgeberstadt ohne Genehmigung ein Ticket für ein Spiel angenommen haben soll.
Die Männer-EM im Juni und Juli 2024 wurde in Deutschland ausgetragen. Es gab zehn Spielorte. Organisiert wurde sie von der EURO 2024 GmbH, einem Joint Venture des DFB mit der Europäischen Fußball-Union (Uefa). Die Gesellschaft gehörte mehrheitlich der Uefa an.
Ermittelt wird den Angaben zufolge wegen des Verdachts der Vorteilsannahme und der Vorteilsgewährung. Bislang hatten die Beschuldigten keine Gelegenheit, sich zu den Vorwürfen zu äußern, wie die Ermittler ausführten. Es gelte die Unschuldsvermutung.
J.Williams--AMWN