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Nach Tod des Vaters: Messi zweifelt an seiner Zukunft
Nach dem Tod seines Vaters hat Fußball-Superstar Lionel Messi emotional Abschied genommen - und ein baldiges Karriereende angedeutet. Er habe "einfach nur Fußball gespielt, und jetzt habe ich große Zweifel, ob ich das noch lange tun werde", schrieb der Argentinier bei Instagram. Sein Vater sei von Anfang an seiner Seite gewesen: "Warum konntest du nicht noch ein kleines bisschen länger durchhalten, damit wir es gemeinsam zu Ende bringen können?"
Messis Vater Jorge war in der Nacht zu Samstag im Alter von 68 Jahren in einer Klinik in seiner Heimatstadt Rosario verstorben. "Ich weiß nicht, was ich ohne dich tun und wie ich weitermachen soll", betonte der achtmalige Weltfußballer: "Ich weiß, dass du gelitten hast und dass es so das Beste ist, aber du bist viel zu früh gegangen. Wir hätten noch so viel gemeinsam erleben und genießen können." Er könne nicht glauben, dass sein Vater gegangen sei, "ich will es nicht begreifen".
Messi berichtete, dass sein Vater ihn mehrmals um eine letzte Teilnahme an der WM in den USA, Mexiko und Kanada gebeten habe. Zu Beginn des Turniers sei es ihm jedoch "so schlecht wie nie zuvor" gegangen. "Es war das erste Mal, dass du bei einem Turnier nicht dabei warst", schrieb Messi, der auf Besserung gehofft und daraus seine Motivation auf dem Weg ins Finale geschöpft hatte: Das Ziel sei gewesen, "so weit wie möglich zu kommen, um dir Zeit zu verschaffen, damit du wenigstens ein Spiel sehen kannst".
Messi hatte sich den erneuten Titelgewinn auch wegen seines Vaters zum Ziel gesetzt. "Ich habe es nicht geschafft, meine Beine haben einfach nicht mehr mitgemacht", sagte der 39-Jährige der beim US-Klub Inter Miami einen Vertag bis Ende 2028 besitzt, über die Finalniederlage gegen Spanien (0:1 n.V.): "Ich habe versucht, gegen meinen Körper anzukämpfen, aber ich konnte nicht. Ich habe mich nie wirklich gut gefühlt." Dennoch habe sein Vater recht behalten, "ich musste dabei sein und es spielen".
Bei der WM hatte die schwere, im Detail nicht kommunizierte Erkrankung von Messis Vater für Aufsehen gesorgt, ein Sender im Land des dreimaligen Weltmeisters verkündete fälschlicherweise sogar den Tod. Die Verbindung zwischen Vater und Sohn war immer äußerst eng. Jorge Messi, Vater von vier Kindern, verhandelte die großen Verträge seines Sohnes, so auch bei den Wechseln von Lionel Messi zu Paris Saint-Germain (2021) und zwei Jahre später zu Inter Miami.
O.Norris--AMWN