-
Gesundheitswesen soll stärker in deutsche Gesamtverteidigung eingebunden werden
-
Geheimgefängnis bei Kiew nach gewaltsamen Auseinandersetzungen untersucht
-
Abdul El-Sayed gewinnt in Michigan und wird erster muslimischer US-Senator
-
Reservekraftwerk-Ausschreibung stärkt Marktposition von RWE und LEAG
-
Ermittler durchsuchen Vorstandsbüros der National-Bank
-
Merz sagt Selenskyj weitere Ukraine-Hilfe und europäischen Gipfel zu
-
Trump kündigt Ende des milliardenschweren Israel-Hilfsprogramms an
-
Russischer Angriff auf Dorf in Saporischschja fordert mindestens 33 Tote
-
TAP erhält neue Autonomie: Lufthansa-Deal und Regierungsdekret
-
Trump will jährliche US-Militärhilfe für Israel bis Jahresende beenden
-
Polizeigewerkschaft warnt vor Folgen einer AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt
-
Digitalisierung des Bundeswehr-Heeres verzögert sich und verteuert sich
-
Südafrikas Kommunalwahlen stehen im Zeichen kommunaler Versorgungskrisen
-
Trump signalisiert Kooperationsbereitschaft trotz demokratischer Mehrheit
-
Polizeieinsätze gegen linke Proteste lösen Debatte über staatliche Härte aus
-
Fünfzehn Jahre nach dem NSU bleiben Fragen zu Unterstützern offen
-
Spanischer Fußballer Jesús de Miguel stirbt nach Kollision
-
Hakeem Jeffries steht vor dem Aufstieg zum mächtigsten Demokraten im Kongress
-
Demokraten gewinnen in Texas Senatssitz und Gouverneursamt
-
Demokraten erobern bei US-Zwischenwahlen beide Kongresskammern
-
Abdul El-Sayed gewinnt Senatssitz in Michigan und schreibt Geschichte
-
Trump signalisiert nach Midterms Gesprächsbereitschaft mit den Demokraten
Studie: Geringes Vertrauen in Politik hält junge Menschen von Engagement ab
Geringes Vertrauen in Parteien und demokratische Beteiligungsformen hält junge Menschen in Deutschland von politischem Engagement ab. Das ist das Ergebnis einer am Donnerstag in Gütersloh veröffentlichten Studie im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung. Nur knapp jeder Fünfte der befragten 18- bis 30-Jährigen glaubt demnach, durch eigenes Engagement etwas verändern zu können. Rund 40 Prozent denken, die gesellschaftlichen Verhältnisse ohnehin nicht ändern zu können.
Zwar tauschte sich fast jeder Zweite Befragte mit anderen Menschen über Politik aus. Die eigene Meinung trug aber nur ein geringer Teil direkt in die Öffentlichkeit: Online teilten 15 Prozent politische Inhalte, an Versammlungen vor Ort beteiligten sich zwölf Prozent. Längeres Engagement durch Freiwilligenarbeit leisteten nur neun Prozent, und nur ein kleiner Bruchteil der Befragten nahm Kontakt mit politischen Vertretern auf.
Wie und wo sie sich politisch engagieren können, weiß ein großer Teil der Teilnehmenden (43 Prozent) laut der Umfrage nicht. Weniger als jeder Zehnte ist überzeugt, dass politische Parteien offen für die Meinungen junger Menschen sind, und noch weniger glauben, dass Politiker die Bedürfnisse junger Menschen ernst nehmen. Abseits von Wahlen gebe es zu wenige Beteiligungsmöglichkeiten, bekundete jeder zweite Befragte.
"Junge Menschen in Deutschland würden sich politisch mehr engagieren, wenn sie wüssten, dass ihr Einsatz tatsächlich eine Wirkung entfaltet und ihre Argumente Gehör finden", erklärte Regina von Görtz, Jugendexpertin bei der Bertelsmann-Stiftung. Die Politik solle junge Menschen direkt ansprechen und besser in Entscheidungen einbinden, fügte sie hinzu. Da junge Menschen mehr Vertrauen in die Mitbestimmung auf Lokalebene hätten, sollten Kommunalpolitiker Jugendbeiräte gründen, empfahl von Görtz.
Immerhin etwas mehr als ein Drittel der Befragten kann sich vorstellen, eigene Anliegen durch den Austausch mit Gleichaltrigen, Unterzeichnungen von Petitionen oder Freiwilligenarbeit voranzutreiben. Auch stimmten rund 60 Prozent zu, dass die Demokratie trotz mancher Schwächen noch die beste Regierungsform ist - rund ein Viertel stimmte dem teilweise zu. Gar nicht oder nur wenig zufrieden mit den hiesigen politischen Institutionen zeigte sich allerdings fast die Hälfte.
Für die Studie "Junges Engagement für sozialen Wandel" befragte das Meinungsforschungsinstitut Verian 2532 Menschen aus Deutschland im Alter zwischen 16 und 30 Jahren. Die Befragung erfolgte online im März 2024. Fragen zum politischen Engagement bezogen sich jeweils auf die vergangenen drei Monate.
Ch.Kahalev--AMWN