-
Tennessee: US-Gericht setzt erste Hinrichtung einer Frau seit 200 Jahren aus
-
Berliner SPD erwartet Erklärung zu Eralps Mitgliedschaft bei Roter Hilfe
-
Ärmelkanal-Unglück mit 31 Toten: Schleuser zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt
-
Tippfehler in Trumps Abkommen für "Superintelligenz" sorgt für Spott
-
Deutschlandticket wird ab 2027 teuer
-
Volkswagen kündigt zahlreiche Tarifverträge - Gewerkschaft protestiert
-
Bundeskabinett beschließt Pflegereform - Beitragserhöhung für 2027 abgewendet
-
Elterngeldreform: Prien bereit für nochmalige Prüfung der Sparmaßnahmen
-
Antisemitismusvorwurf gegen Bardella: Macron nennt Äußerungen "inakzeptabel"
-
Milliardenklage nach abgesagter Übernahme von VW durch Porsche scheitert endgültig
-
Mehr als hundert Objekte durchsucht: Bundesweite Razzia in Reinigungsgewerbe
-
Netanjahu: Copilot wollte Flydubai-Maschine zum Absturz bringen
-
Sechs Jahre Haft wegen Schwarzarbeit in großem Stil in Hessen
-
Schlotterbeck erleidet Knöchelverletzung
-
Freispruch für neun Polizisten in Duisburger Prozess um Fesselung von Flüchtling
-
Krise in Rumänien: Wahl von neuem Regierungschef im Parlament erneut gescheitert
-
Verkehrsminister: Preis vom Deutschlandticket steigt ab 2027 auf 66,80 Euro
-
Prozess gegen 34-Jährige wegen IS-Mitgliedschaft in Düsseldorf begonnen
-
Volkswagen kündigt zahlreiche Tarifverträge zum Jahresende
-
Hessen: Wegen Anschlagsplans verurteilter früherer Soldat Franco A. aus Haft entlassen
-
Höchster Wert seit Ende 2023: Inflationsrate steigt voraussichtlich auf 3,3 Prozent
-
Nach Festnahme in Hessen: Mutmaßlicher früherer IS-Kämpfer in Haft
-
Gericht: Berliner Tiktokerin darf Schwein nicht in Altbauwohnung halten
-
Kiew: Russland startet vor Wintereinbruch neue Offensive gegen Energieinfrastruktur
-
Berufungsgericht in Ungarn verringert Haftstrafe für Maja T. auf sieben Jahre
-
Bundeskabinett beschließt Pflegereform - aber weiter Kritik
-
Milliardenklage nach gescheiterter Übernahme von VW durch Porsche scheitert endgültig
-
Ostbeauftragte: Ungleich verteilte Finanzen erschweren Aufstieg im Osten
-
Endgültiges Ergebnis bestätigt Wahlausgang in Mecklenburg-Vorpommern
-
Leichenschändungen in Klinik: Fünf Jahre Haft für 40-Jährigen in Bielefeld
-
"Rheinische Post": Deutschlandticket kostet ab kommendem Jahr 66,80 Euro pro Monat
-
Freundin in Streit mit Faustschlägen getötet: 46-Jähriger in Berlin verurteilt
-
Nach mehr als einem Jahrzehnt: USA beenden Anti-IS-Militäreinsatz im Irak
-
Guardiola stützt ManCity: "Ich bin hier - mehr denn je"
-
Höchster Wert seit Ende 2023: Inflationsrate steigt im September voraussichtlich auf 3,3 Prozent
-
Lebenslange Haft wegen Mordes an Exfreundin auf offener Straße in Bremen
-
Niedrige Füllstände: Reiche ordnet mehr Gaseinspeicherung an
-
Israelischer Minister: "Terrorist" wollte Flydubai-Flugzeug zum Absturz bringen
-
Ukraine: Mindestens vier Tote bei russischen Angriffen auf Energieinfrastruktur
-
DFB-Team bangt um Einsatz von Schlotterbeck
-
Unterdrückung von Samen in Schweden: Wahrheitskommission fordert Wiedergutmachung
-
Linnemann zu Pflegereform: "Werden Einsparungen vornehmen müssen"
-
Paparazzi vor Schule: Sprecher von Prinz Harry kritisiert "rücksichtslose" Fotografen
-
Schülerproteste in Frankreich: Regierung zeigt Verständnis - verurteilt aber Gewalt
-
Kabinettsbeschluss: Neues Gesetz soll Angriffe auf Einsatzkräfte strenger ahnden
-
Mietwagen unberechtigt verkauft: Käufer darf Auto laut Gericht behalten
-
Drei Syrer wegen Mitgliedschaft in islamistischer Rebellengruppe in Berlin vor Gericht
-
Medienberichte über Prügelei im Cockpit: Flugzeuge landet außerplanmäßig in Saudi-Arabien
-
Burnham schließt Rückkehr Großbritanniens in EU nicht aus: Eine von mehreren Optionen
-
Drohnenerkennungssystem am Flughafen Berlin Brandenburg in Betrieb genommen
Russland vertieft Taliban-Bindung
Russland richtet seinen Blick verstärkt auf Afghanistan und intensiviert die Beziehungen zu den dort herrschenden Taliban. Seit der Machtübernahme der Taliban im August 2021, nach dem Rückzug der westlichen Truppen, hat Moskau seine diplomatischen und wirtschaftlichen Kontakte nach Kabul ausgebaut. Ein markanter Schritt war die Entscheidung des russischen Obersten Gerichts im April 2025, die Taliban von der Liste terroristischer Organisationen zu streichen. Dieser symbolische Akt ebnet den Weg für eine engere politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit, ohne jedoch eine offizielle Anerkennung der Taliban-Regierung zu bedeuten.
Die Annäherung begann bereits Jahre zuvor. Schon 2015 knüpfte Russland informelle Kontakte zu den Taliban, und seit 2021 sind hochrangige Delegationen regelmäßig zu Wirtschaftsforen in Russland gereist. Ein Beispiel ist das Wirtschaftsforum in St. Petersburg, bei dem Taliban-Vertreter 2022 und 2024 teilnahmen. Ziel Moskaus ist es, Afghanistan als Handels- und Logistikknotenpunkt zu etablieren. Pläne für transafghanische Eisenbahnprojekte und die Nutzung von Öl- und Gaspipelines, die bis nach Pakistan und Indien reichen könnten, stehen im Fokus. Der Handelsumsatz zwischen beiden Ländern stieg im vergangenen Jahr deutlich an und überschritt die Marke von einer Milliarde US-Dollar – für Afghanistan ein bedeutender Betrag, für Russland jedoch vergleichsweise gering.
Ein weiterer Antrieb für die Zusammenarbeit ist die gemeinsame Bekämpfung des Terrorismus, insbesondere des Islamischen Staates Provinz Khorasan (ISPK). Nach dem Anschlag in einer Moskauer Konzerthalle im März 2024, bei dem über 140 Menschen starben, betonten sowohl Russland als auch die Taliban ihre Kooperation gegen diese Bedrohung. Die Taliban haben zugesichert, Kämpfer zu vertreiben, die Anschläge im Ausland planen, was Russland als strategischen Vorteil sieht. Dennoch bleibt die Partnerschaft pragmatisch: Moskau verfolgt eine defensive Realpolitik, die darauf abzielt, Afghanistan als stabile Region zu nutzen, ohne direkte militärische Präsenz.
Wirtschaftlich liefert Russland große Mengen an Benzin, Diesel, Flüssigerdgas und Weizen nach Afghanistan, oft zu vergünstigten Preisen. Vereinbarungen über den Bau eines Wärmekraftwerks und die Beteiligung russischer Unternehmen an einer Gaspipeline von Turkmenistan nach Südasien wurden angekündigt, auch wenn konkrete Umsetzungen noch ausstehen. Für die Taliban, die international isoliert sind, bieten diese Beziehungen eine Chance, wirtschaftliche Stabilität und regionale Integration zu fördern, etwa durch Infrastrukturprojekte mit Zentralasien und dem Iran.
Die russische Politik in Afghanistan spiegelt eine antiwestliche Strategie wider. Nach dem Abzug der USA und ihrer Verbündeten nutzt Moskau das entstandene Vakuum, um seinen Einfluss zu erweitern. Gleichzeitig bleibt Russland vorsichtig: Eine führende Rolle als Ordnungsmacht wird angesichts der Erfahrungen aus dem sowjetischen Afghanistankrieg (1979–1989) vermieden. Damals führte die sowjetische Invasion zu einem Jahrzehnt Krieg und destabilisierte die Region. Heute setzt Russland auf Diplomatie und Wirtschaft, um Stabilität zu fördern, ohne direkte militärische Risiken einzugehen.
Die Beziehungen sind jedoch nicht ohne Herausforderungen. Die Taliban kämpfen mit einer schwachen Wirtschaft und humanitären Krisen, verschärft durch Naturkatastrophen und Massenabschiebungen aus Nachbarländern wie Pakistan und Iran. Russland wiederum hat nur begrenzte Ressourcen, um Afghanistan umfassend zu unterstützen, und steht vor dem Dilemma, wirtschaftliche Verträge mit einer international nicht anerkannten Regierung abzuschließen. Dennoch signalisiert die Streichung der Taliban von der Terrorliste eine klare Absicht: Russland sieht in Afghanistan einen Partner, um geopolitische und wirtschaftliche Ziele zu verfolgen, während es gleichzeitig seine antiwestliche Allianz stärkt.
Teherans Macht zerbricht
Warum Israel Syrien misstraut
Chinas Nukleargeheimnis‑Leak
Kubas Wirtschaft unter Druck
Kubas Notstand - Ruf um Hilfe
Takaichis Neue Shōwa-Agenda
KI-Panik an der Wall Street
Indiens Selbstversorgungskurs
Castros letzter Spielzug
Putins Treue zu Kuba im Sturm
US-Jobkrise bremst Wachstum