-
Filmreifer Einsatz gegen Dieseldiebe: Lastwagenfahrer auf Motorhaube mitgenommen
-
Mittelmaß? Matthäus sieht "Mentalitätsproblem" bei DFB-Elf
-
Pflegebeauftragte zuversichtlich zu Kabinettsbeschluss von Pflegereform
-
14 Festnahmen und 50 Millionen beschlagnahmt: Razzia gegen Banden
-
NHL: Dämpfer für Draisaitl - Debüt-Treffer für Peterka
-
Südkorea: Abgeordneter bestätigt Ankunft nordkoreanischer Kriegsgefangener aus Ukraine
-
US-Justiz erhebt Anklage gegen von ICE-Mitarbeitern angeschossenen Venezolaner
-
WNBA: Fiebich mit New York im Halbfinale
-
Gegen Serbien: Klopp bringt weitere Debütanten
-
Merz nimmt an Jahrestreffen von Wirtschaftsinitiative "Made for Germany" teil
-
Urteil gegen deutsche Person Maja T. in Berufungsverfahren in Ungarn erwartet
-
Sparkurs bei VW: Gespräch über 2024 vereinbarte Investitions- und Produktzusagen
-
Abgeordneter: Zwei nordkoreanische Kriegsgefangene kürzlich aus Ukraine in Südkorea eingetroffen
-
Trump: Tech-Chefs verpflichten sich zur KI-Selbstkontrolle
-
Nach Blitztor von Yamal: Spanien besiegt Kroatien
-
Auch Kane trifft: England betreibt Wiedergutmachung in Prag
-
Künstliche Intelligenz: Trump setzt auf Selbstregulierung der Tech-Branche
-
Mehr als 100 israelische Siedler attackieren Dorf im Westjordanland
-
Frankreich: 440 Festnahmen und 31 Verletzte bei Schülerprotesten
-
DFB-Elf wohl mit Urbig im Tor
-
Künstliche Intelligenz: Tech-Chefs zu Gespräch mit Trump eingetroffen
-
OpenAI veröffentlicht neues KI-Modell - Nach Aus für ein anderes
-
Kasachstans Präsident preist bei Besuch in Berlin "exzellente" Beziehungen zu Putin
-
Erste Regierungschefin Marokkos: König ernennt Fatima Ezzahra El Mansouri
-
Proteste gegen Sparpläne und Missstände an Schulen erschüttern Frankreich
-
Offiziell: Manchester City im Finanzskandal schuldig
-
AfD muss Bundesgeschäftsstelle räumen - noch keine neuen Räume
-
Britischer Premier Burnham: "Der Brexit hat mehr geschadet als genutzt"
-
Merz: Russland "nicht an ernsthaften" Ukraine-Gesprächen interessiert
-
Ceferin attackiert Infantino: "Fußball braucht keine Kaiser"
-
Bericht: Berliner Linken-Spitzenkandidatin Eralp war Mitglied von Roter Hilfe
-
Französische Gewerkschaften: Mehr als 300.000 Menschen demonstrieren für höhere Löhne
-
U21: Tresoldi Kapitän auf Malta und gegen Georgien
-
Sachsen-Anhalt: AfD-Chef Siegmund will im Dezember Ministerpräsident werden
-
Pistorius will 16 neue Airbus-Transportmaschinen vom Typ A400M kaufen
-
Müller verlängert bei den Whitecaps
-
Siegmund will sich im Dezember zu Sachsen-Anhalts Ministerpräsident wählen lassen
-
Gericht: Polizei in Aachen darf Klimaaktivist erkennungsdienstlich behandeln
-
Merz: Klimaschutz und Nachhaltigkeit als Wachstumschance sehen
-
Proteste an französischen Schulen weiten sich aus - Lehrer streiken
-
Autos trotz Embargo nach Russland verkauft: Ermittlungen gegen Unternehmer
-
Ölmagnat Dangote: Afrika wird bis 2030 bei Treibstoffen weitgehend autark sein
-
Nach Protesten: Spanische Regierung beschließt Maßnahmenpaket für Mieter
-
Korridorsanierung Hannover-Berlin: Bahn verspricht "Investition, die sich auszahlt"
-
Sachsen: Anklage gegen vier mutmaßliche IS-Mitglieder erhoben
-
Leiche aus See in Berlin geborgen - Hinweise auf Verbrechen
-
Mögliche Anschlagspläne in Großbritannien: Offenbar kein Sprengstoff gefunden
-
Feuerwehr rettet Schwan aus sechs Meter tiefer Kanalschleuse in Nordrhein-Westfalen
-
OVG: Bundesländer dürfen individuelles Messerverbot verhängen - Keine Bundeskompetenz
-
Koalition ringt vor geplantem Kabinettsbeschluss um Einigung bei Pflegereform
USA nutzt Dollar als Sanktion
Mitte Oktober 2025 verhängten die Vereinigten Staaten in enger Abstimmung mit dem Vereinigten Königreich und der Europäischen Union scharfe Sanktionen gegen Russlands Ölsektor. Die Maßnahmen zielen auf die beiden größten russischen Ölproduzenten ab. Ihnen wird der Zugang zum US‑Finanzsystem entzogen, sodass sie ihre Geschäfte nicht länger in Dollar abwickeln dürfen. Zahlreiche Tochtergesellschaften wurden gleich mit einbezogen, und Vermögenswerte in westlichen Rechtsräumen müssen eingefroren werden.
Die EU verschärfte vor dem Hintergrund der US-Sanktionen, zur Flankierung, die Maßnahmen mit einem weitreichenden Transaktionsverbot und plant bis 2027 einen Importstopp für Flüssiggas aus Russland. Beobachter weisen darauf hin, dass die Regierung in Washington mögliche „Sekundärsanktionen“ vorbereitet: Auch Banken und Raffinerien in China, Indien oder der Türkei, die russisches Öl kaufen, könnten vom Zugang zum US‑Dollar ausgeschlossen werden. Damit wird der Dollar offen als geopolitische Waffe eingesetzt.
Kurzfristige Wirkung und russische Gegenstrategien
Die Sanktionen wirken sofort auf Russlands Einnahmen. Der Ausschluss aus dem US‑Zahlungsraum traf Unternehmen, die gemeinsam rund die Hälfte der russischen Ölexporte ausmachen. Nach Angaben der US‑Finanzbehörden schrumpft Russlands Steueraufkommen aus Öl und Gas deutlich; der stärkere Rubel und niedrigere Weltmarktpreise verstärken den Druck. Der geplante Verkauf ausländischer Raffinerien und Tankstellennetze scheiterte, weil potenzielle Käufer die Drohung der USA fürchten. Ausländische Investoren ziehen sich zurück, und die betroffenen Firmen kämpfen mit Enteignungsdrohungen ihrer Anlagen im Ausland.
Die russische Seite reagiert mit einem Mix aus Umgehungsstrategien und politischem Druck. Behörden in Moskau schufen in kurzer Zeit neue Reedereien, die mit einer sogenannten Schattenflotte Öl außerhalb westlicher Kontrolle transportieren. Während die USA am 21. November eine Frist zum Abwickeln bestehender Verträge setzten, tauchten neue Firmen auf, die russisches Öl in andere Märkte bringen. Parallel verlagert sich der Handel nach Osten: Russland verkauft inzwischen rund 85 % seiner Rohölproduktion an China und Indien. Analysten berichten, dass 99,1 % des Handels zwischen Russland und China inzwischen in Rubel und Yuan abgewickelt werden. Laut Finanzexperten dient dieser Schritt nicht nur der Umgehung westlicher Sanktionen, sondern stellt eine grundlegende Neuordnung der globalen Finanzströme dar.
Wachsender Preis für den Westen
Viele Fachleute warnen davor, dass die USA mit dem Einsatz des Dollars als Waffe eine Falle aufstellen. Die Drohung, den Zugang zur Weltleitwährung zu sperren, verunsichert nicht nur Russland, sondern auch andere Schwellenländer. Als die USA 2022 knapp 300 Milliarden Dollar an russischen Zentralbankreserven einfrieren ließen, fragten sich in Riad oder Neu‑Delhi plötzlich viele, wie sicher die eigenen Reserven sind. Eine Studie weist darauf hin, dass Staaten zunehmend Goldbestände und andere Währungen aufbauen, um sich gegen politische Eingriffe abzusichern. Die allzu häufige Nutzung von Sanktionen hat damit einen systemischen Effekt: Sie schwächt das Vertrauen in die Neutralität des US‑Finanzsystems.
Diese Entwicklung wird als „Bumerang der Sanktionen“ beschrieben. Unter dem Druck westlicher Restriktionen hat Moskau seine wirtschaftlichen Verbindungen in die asiatischen Märkte vertieft. Fast die gesamte russisch‑chinesische Handelsbilanz läuft inzwischen außerhalb westlicher Systeme. Mit dem chinesischen Zahlungssystem CIPS existiert eine Alternative zu SWIFT, die bereits Tausende von Banken in über 180 Ländern verbindet. Gleichzeitig bauen Staaten wie Brasilien, Südafrika und Indien im Rahmen des erweiterten BRICS‑Bündnisses an einem eigenen Zahlungssystem ohne Dollar.
Selbst wenn der Dollar seinen Status als weltweite Leitwährung kurzfristig behält, sinkt sein Anteil an den offiziellen Währungsreserven. Analysen weisen darauf hin, dass er 2024 nur noch 57,7 % der globalen Devisenreserven ausmacht – ein Rückgang von 71 % im Jahr 2000. Ökonomen betonen, dass der langfristige Schaden weniger in einer plötzlichen Ablösung besteht, sondern in einer schleichenden Erosion der Glaubwürdigkeit: Je öfter Washington den Zugang zum Dollar als Druckmittel nutzt, desto größer wird der Anreiz, parallele Strukturen aufzubauen.
Verhärtete Fronten und geopolitische Folgen
Die neuen Sanktionen verschärfen auch die Fronten im Ukraine‑Krieg. Washington hofft, dass der finanzielle Druck Moskau an den Verhandlungstisch zwingt. Skeptiker verweisen darauf, dass ähnliche Maßnahmen in der Vergangenheit kaum dazu führten, dass Russland seine Strategie änderte. Zudem droht ein unerwünschter Nebeneffekt: Sollte die Durchsetzung der Sanktionen konsequent sein, könnten große Mengen russischen Öls in den Schwarzmarkt gedrängt werden, was die Preise weltweit hochtreibt. Deshalb wurden die jüngsten Schritte auch erst verkündet, nachdem die Ölmärkte über ausreichend Produktionsreserven verfügten.
Die geopolitischen Folgen reichen weiter. Durch den Schulterschluss mit China wird Russland stärker abhängig von seinem östlichen Nachbarn – und gibt einen Teil seiner wirtschaftlichen Souveränität ab. Gleichzeitig drängt die De‑Dollarisation Länder des globalen Südens zu engerer Kooperation untereinander und befeuert neue Allianzen. Für die USA ergibt sich daraus ein strategisches Dilemma: Der kurzfristige Schlag gegen die russische Kriegswirtschaft könnte langfristig zu einer Schwächung der eigenen Währungsdominanz führen.
Fazit
Die USA nutzen den Dollar als Druckmittel, um Russlands Ölsektor zu strangulieren und die Finanzierung des Krieges zu erschweren. Kurzfristig sinken Russlands Einnahmen, und der Verkauf internationaler Vermögenswerte ist erschwert. Mittel‑ und langfristig droht jedoch eine Falle: Je stärker die westlichen Staaten den Dollar als geopolitische Waffe einsetzen, desto mehr Staaten suchen nach Alternativen. Das führt zu einem schleichenden Machtverlust der USA im Weltfinanzsystem und schafft neue Abhängigkeiten – nicht zuletzt für Russland selbst. Eine differenzierte Sanktionspolitik, die den langfristigen Preis im Blick behält, könnte helfen, die Wirksamkeit zu erhöhen, ohne die Grundlagen des eigenen Einflusses zu untergraben.
Das kleine Island als mächtiger Gegner Russlands?
Warum braucht das starke Japan eine neue Armee?
Ist das US-Waffenarsenal mit 3 Kriegen am Limit?
Franzosen verschärfen Einwanderungsgesetz
Bahnchaos im Januar: "Kräftiger, länger und härter"
5 Säulen der neuen EU-Asyl- und Migrationspolitik
Krieg in der Ukraine: US-Hilfe lässt auf sich warten
Vorfreude: Bald schon kommt der Weihnachtsmann
Russischer Terror-Staat hofft auf Eroberungen in Ukraine
Hamas und ihre Terror-Stadt im Untergrund
Nach Tsunami: Japans Fischergemeinden und die Zukunft