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Bundesweiter Lokführer-Streik im Personenverkehr begonnen - Zahlreiche Ausfälle
Bundesweit hat am Donnerstagabend ein Warnstreik der Lokomotivführer im Personenverkehr begonnen. Zu dem Ausstand aufgerufen hat die Lokführergewerkschaft GDL, er soll 24 Stunden lang bis Freitag 22.00 Uhr dauern. Im Güterverkehr begann der Warnstreik bereits um 18.00 Uhr. Die Bahn erstellte einen Notfahrplan, geht aber von etlichen Zugausfällen und Verspätungen im Nah- und Fernverkehr aus.
Das Unternehmen rief Reisende dazu auf, für Freitag geplante Reisen wenn möglich zu verschieben. Für betroffene Tickets wurde die Zugbindung aufgehoben, um Verschiebungen zu erlauben.
Die Tarifrunde zwischen Bahn und GDL hatte offiziell Anfang November begonnen. Knackpunkt ist die GDL-Forderung nach einer 35-Stunden-Woche im Schichtdienst - derzeit sind es 38 Stunden. Die Bahn lehnt Verhandlungen darüber ab und hält die Forderung angesichts des Fachkräftemangels für nicht umsetzbar. Die Gewerkschaft begründete ihren erneuten Warnstreik mit der Weigerung der Arbeitgeberseite, über die Kernforderung einer Arbeitszeitabsenkung zu verhandeln.
Nach Angaben der Gewerkschaft ist es aber ihr letzter Arbeitskampf in diesem Jahr. Auch bis zum 7. Januar soll es demnach keinen weiteren Arbeitskampf geben. Die Bahn begrüßte den Weihnachtsfrieden grundsätzlich, kritisierte die kurzfristige Streikankündigung aber scharf und rief die GDL auf, wieder zu verhandeln.
P.Silva--AMWN