-
NHL: Seider gewinnt deutsches Duell mit Stützle
-
Tränen beim letzten Tango: Messis emotionaler Abschied
-
Israel gedenkt der Opfer des Hamas-Überfalls vor drei Jahren mit Schweigeminute
-
Kane auf Rekordjagd: "Der beste englische Spieler jemals"
-
Klopp gratuliert: U21 feiert EM-Ticket vor "toller" Kulisse
-
WHO-Chef fordert von Russland Transparenz nach Berichten über Pest-Todesfall
-
Kabinett befasst sich mit Gesetz gegen digitale Gewalt
-
Bundestags-Debatte zu drittem Jahrestag des Hamas-Überfalls auf Israel
-
Bundesgerichtshof prüft Verurteilung wegen Handels mit Dopingmittel Ibutamoren
-
Bundesverwaltungsgericht entscheidet über Klage der Umwelthilfe für bessere Luft
-
Thüringer Landtag entscheidet über AfD-Antrag zu Parlamentsauflösung
-
Koalitionsausschuss trifft sich am Mittwochabend im Kanzleramt
-
Bundespräsident Steinmeier zu Staatsbesuch in Frankreich erwartet
-
Demos in Berlin zum dritten Jahrestag des Hamas-Angriffs auf Israel am 7. Oktober
-
Dritter Jahrestag: Israel gedenkt der Opfer des Hamas-Großangriffs vom 7. Oktober
-
Trump will für Wahlspots offenbar doch Steuerzahler zur Kasse bitten
-
Merz: Regierung wird Antisemitismus mit allem in ihrer Macht Stehenden bekämpfen
-
Russischer Geschäftsmann: Trumps Sohn hat Kosten für Hochzeitsfeier beglichen
-
Dritter Jahrestag des 7. Oktobers: Wadephul warnt vor Anstieg von Antisemitismus
-
Kane überragt im Rekordspiel: England besiegt Tschechien
-
Ronaldo klagt an: "Der Trainer hat sein Wort gebrochen"
-
Einsatz von Tränengasgranate: Polizist wegen Gewaltanwendung bei Schülerprotesten angeklagt
-
Doppelpack Pejcinovic: U21 löst das EM-Ticket
-
"Spiegel": Ex-BND-Chef Hanning soll Analyse für Aserbaidschan erstellt haben
-
AfD-Landtagspräsident in Sachsen-Anhalt: Klingbeil sieht Klärungsbedarf bei CDU
-
Messi vor Abschiedsspiel: "Ich gehe in Frieden"
-
Regierungskreise: Macron berät mit wichtigen Ministern über Schülerproteste
-
Verfahren gegen russische Kinderhospizleiterin eingestellt
-
Jemen: Militärkoalition meldet abgefangene Huthi-Rakete im Südwesten Saudi-Arabiens
-
Grüne: Regierung gelingt Berufung von Antisemitismusbeauftragtem nicht
-
Trump führt Schülerproteste in Frankreich auf "Massenmigration" und Islam zurück
-
Shakira und Ex-Partner Piqué streiten vor Gericht über Besuchsregelungen für Kinder
-
Israelische Siedler greifen AFP-Journalisten an und verletzten einen Fotografen
-
AfD stellt in Sachsen-Anhalt bundesweit ersten Landtagspräsidenten
-
Empörung über mutmaßlichen Trump-Aufruf an den Iran zur Auslöschung von US-Städten
-
Urteil: Arbeitgeber müssen kurzfristigen Verzicht auf Elternzeit nicht akzeptieren
-
Hunderttausende bei Schülerprotesten in Frankreich auf den Straßen
-
EU-Beitritt: Brüssel will Verfahren vereinfachen und sich zugleich besser absichern
-
Brutaler Angriff auf Wanderin auf Saar-Hunsrück-Steig: Täter muss lange ins Haft
-
Souveräne KI: Französisches Unternehmen Mistral stellt neues Modell vor
-
Israel reißt Wohnhaus in Ostjerusalem ab: 70 Menschen obdachlos
-
Internationaler Währungsfonds: Anhaltender Preisschock wegen Kriegen und Krisen
-
Sachsen-Anhalt: AfD stellt mit Abgeordnetem Tillschneider auch Landtagsvizepräsidenten
-
Bundesparteien entsetzt von Wahl von AfD-Landtagspräsident in Sachsen-Anhalt
-
Nach Festnahme von früherem BND-Chef: Mutmaßlicher Komplize in Untersuchungshaft
-
Erstmals in Kiew: Netze zum Schutz vor Drohnen an wichtiger Brücke angebracht
-
Polizistin in Bayern wegen Vergewaltigung von Jugendlicher verurteilt
-
Bayern: IS-Gehaltsliste führt zu Verurteilung von Iraker zu über drei Jahren Haft
-
US-Außenminister Rubio in Reykjavik: Island ist wichtiger Außenposten für Sicherheit
-
"Neugierige" Shiffrin plant weniger Slalom-Rennen
Bertelsmann-Analyse wirft Parteien in demokratischer Mitte falsche Strategie vor
Eine durch Krisen verunsicherte bürgerliche Mitte in Deutschland ist laut einer Analyse von Experten der Bertelsmann-Stiftung und des Sinus-Instituts für Sozial- und Marktforschung zunehmend unzufrieden mit den Parteien der Ampelkoalition wie auch der Union. Diese erlebten in der sie eigentlich tragenden und gesellschaftlich wichtigen Mitte einen "Vertrauens- und Zustimmungsverlust", hieß es in dem am Donnerstag veröffentlichten Aufsatz. SPD, CDU, Grüne, FDP und CSU reagierten darauf aber strategisch bisher falsch - und zwar mit "Konfrontation und gegenseitiger Blockade".
Den beiden Verfassern Robert Vehrkamp und Silke Borgstedt zufolge sollten die Parteien der demokratischen Mitte von diesem erfolglosen Vorgehen abrücken und mit Blick auf die Bundestagswahl 2025 eine Trendwende hin zu mehr Kooperation einleiten, um ihre "bröckelnden Mehrheiten in der Mitte der Gesellschaft" zurückzuerobern. Speziell verwiesen sie dabei auf die Debatte um die Schuldenbremse. Vor allem "Menschen aus der Mitte der Gesellschaft" wünschten eine "pragmatische Umsetzung machbarer Lösungen".
Vehrkamp und Borgstedt stützen ihre Analyse auf verschiedene Befragungen zur politischen Stimmung zwischen September 2021 und Februar 2024, wobei sie das Lager der sogenannten bürgerlichen Mitte in zwei unterschiedliche Milieus unterteilen - eine an vertrauten Regeln festhaltende und durch Veränderungsappell verunsicherte "nostalgisch-bürgerlichen Mitte" sowie einer veränderungsbereite und eher jüngere "adaptiv-pragmatische Mitte".
Beide Milieus verlieren demnach derzeit die Zuversicht, dass die Parteien der demokratischen bürgerlichen Mitte die für sie relevanten Probleme lösen, und blicken pessimistischer in die Zukunft. Dies wiederum gehe in beiden Milieus "mit einer wachsenden Offenheit für rechtspopulistisches Agendasetting einher", wie der Autor und die Autorin weiter berichteten.
Laut ihrer Analyse fielen die Zustimmungswerte der Ampelparteien SPD, Grüne und FDP im adaptiv-pragmatischen Milieu seit der Bundestagswahl 2021 bereits um insgesamt 22 Prozentpunkte, allerdings ohne dass die Union bisher nennenswert profitierte. Sie legte nur um drei Prozentpunkte zu, während die AfD ihren Stimmenanteil um 14 Prozentpunkte steigerte und das relativ neu gegründete Bündnis Sarah Wagenknecht (BSW) bei neun Prozent lag.
In der nostalgisch-bürgerlichen Mitte summierten sich die Gesamtverluste von SPD, Grünen und FDP demnach auf 29 Prozentpunkte, während CDU und CSU nur um sieben Prozentpunkte zulegten. Die AfD gewann 15 Prozentpunkte, während das BSW dort wiederum bei neun Prozent lag.
Vehrkamp und Borgstedt kritisierten die demokratischen Parteien der Mitte scharf. Diese setzten als Reaktion auf sinkende Zustimmungswerte in der Mitte offenbar auf mehr Konkurrenz untereinander. Dies sei aber nicht hilfreich. Es gelinge ihnen "derzeit nicht, in der Mitte den Eindruck von Empathie, Problemlösungsfähigkeit und Zugewandtheit zu hinterlassen".
Der zentrale Wunsch der gesellschaftlichen Mitte sei eine Konzentration der Politik auf "Programme für einen gelingenden Alltag" in Bereichen wie Bildung, Infrastruktur, Digitalisierung und Bürokratieabbau. Die Milieus eine der Wunsch "nach Harmonie, Planbarkeit und Wohlstandssicherheit", hieß es in dem Positionspapier der Expertin und des Experten mit dem Titel "Die Mitte stärken" weiter. Die Parteien der demokratischen Mitte sollten dabei kooperieren, statt "große polarisierende Debatten" zu führen.
A.Malone--AMWN