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EZB-Präsidentin Lagarde erteilt Währungsreserven in Bitcoin eine Absage
Die Chefin der Europäischen Zentralbank (EZB) hat sich dagegen ausgesprochen, einen Teil der Währungsreserven des Euroraums in Kryptowährungen anzulegen. Sie sei "überzeugt", dass die Notenbanken der Eurozone Bitcoin nicht als Teil ihrer Reserve aufnehmen werden, sagte Christine Lagarde auf einer Pressekonferenz nach der Leitzinsentscheidung des EZB-Rates in Frankfurt am Main. Der tschechische Notenbankchef hatte in einem Interview erwogen, einen Teil der Währungsreserven in Bitcoin zu investieren.
Im EZB-Rat bestehe Einigkeit darüber, dass Währungsreserven von Zentralbanken, liquide, sicher und geschützt vor illegalen Praktiken, wie Geldwäsche, sein müssten, sagte Lagarde. Für die Notenbanken des Euroraums kämen Bitcoin nicht in Frage.
Der Chef der Tschechien Zentralbank CNB, Aleš Michl, hatte in einem am Mittwoch veröffentlichten Gespräch mit der "Financial Times" angekündigt, zukünftig fünf Prozent der Währungsreserven Tschechiens in Bitcoin halten zu wollen. Seinen Plan wolle er dem Direktorium der Notenbank am Donnerstag vorlegen.
Tschechien ist zwar Teil der Europäischen Union, nicht aber der Währungsunion. Die Zentralbank des Landes kann ihre Entscheidungen daher selbstständig treffen.
Ch.Kahalev--AMWN