-
EU-Abgeordnete sprechen sich für Einführung des digitalen Euros aus
-
Drei Satzbälle vergeben: Erstrunden-Aus für Lys in Bad Homburg
-
Merz sieht Koalition auf Reformkurs: Können "tragfähige Veränderungen" vornehmen
-
Zahl der Insolvenzen erreicht im ersten Halbjahr höchsten Stand seit 2013
-
Australien hält Dokumente zu Klimafonds für kleinen Inselstaat Tuvalu unter Verschluss
-
Ungarns Parlament verabschiedet Gesetz zur Korruptionsbekämpfung
-
Daten zeigen: Auch in Deutschland Anstieg von Darmkrebs bei jungen Erwachsenen
-
Vergewaltigungsverfahren gegen fanzösischen Regisseur Luc Besson wird nicht neu aufgerollt
-
Frankreich erlebt heißeste Nacht seit Beginn der Aufzeichnungen
-
Rentenreform: Regierung will Empfehlungen bis Jahresende vollständig umsetzen
-
Protest gegen Microsoft-Rechenzentrum im Elsass: Energieverbrauch angeprangert
-
Zahl der Insolvenzen im ersten Halbjahr auf höchstem Stand seit 2013
-
Digitaler Euro: Sparkassen- und Giroverband will Einbindung in bestehende Zahlungssysteme
-
"Robuste" Elektro-Nachfrage: EU-Neuwagenmarkt weiter im Aufwärtstrend
-
MotoGP-Weltmeister Márquez verlängert bei Ducati
-
Rundfunkbeitrag nicht gestiegen: Karlsruhe verhandelt Beschwerden von ARD und ZDF
-
Aggressiv und lernunwillig: Verhalten der Schüler größte Belastung für Lehrer
-
Razzia bei mutmaßlichen IS-Mitgliedern in drei Bundesländern
-
Studie: Nur noch knapp 32 Prozent der Studiengänge zugangsbeschränkt
-
Hitze in Italien: Gesundheitsministerium ruft Alarmstufe Rot für 15 Städte aus
-
Arbeitsmarkt: Fast ein Drittel erreicht bis 2040 Rentenalter
-
Merz zur Rente: Alle Elemente des Reformpakets müssen umgesetzt werden
-
Handel: Schaden durch Ladendiebstahl steigt erstmals auf über drei Milliarden Euro
-
Tödlicher Arbeitsunfall in Windrad: Montagefehler von Arbeiter war Ursache
-
Offener Brief: Grüne kritisieren Einladung von Taliban-Vertretern nach Brüssel scharf
-
Ein Fünftel der Menschen in Deutschland kann sich keinen einwöchigen Urlaub leisten
-
Mehr als 148.000 Kinder wiederholten Schuljahr - mehr Jungen als Mädchen
-
Badeunfälle im Rhein: Leichen von drei vermissten Männern gefunden
-
Verbände: Verzicht auf neue Autobahnen und Bundesstraßen bringt 20 Milliarden Euro
-
Teheran: USA und Iran vereinbaren Arbeitsgruppen zu Atomprogramm und Sanktionen
-
Erster WM-Sieg seit 2014: Algerien dreht Spiel gegen Jordanien
-
Organspende: Patientenbeauftragter Schwartze wirbt für Widerspruchslösung
-
Algen-Wasser in renoviertem Becken in Washington: Trump droht mit Haftstrafen
-
Rentenreform: Ostbeauftragte Kaiser warnt vor Altersarmut vor allem im Osten
-
Teheran Chefunterhändler Ghalibaf: Iran wird Straße von Hormus verwalten
-
DGB-Chefin Fahimi stellt sich gegen zentrale Empfehlungen der Rentenkommission
-
Zehnter Jahrestag des Brexit-Referendums in Großbritannien
-
Bundeskanzler Merz empfängt senegalesischen Präsidenten
-
Streit über Rundfunkbeitrag: Karlsruhe verhandelt Beschwerden von ARD und ZDF
-
Rentenkommission übergibt Reformvorschläge an Merz und Bas
-
Nächste Haaland-Gala: Norwegen erreicht die K.o.-Runde
-
Gewitter in Philadelphia: Zehntausende Fans müssen Stadionplätze verlassen
-
Jubilar Mbappé brilliert beim "Wasserball" in Philadelphia
-
Nach 132-minütiger Unterbrechung: Frankreich-Spiel fortgesetzt
-
Vertrauen der CTOs in die Skalierung von KI sinkt laut Akkodis-Bericht zum dritten Mal in Folge
-
Wahl von neuem Regierungschef in Rumänien gescheitert - Politische Krise verschärft
-
Neue Trump-Drohung gegen Nato-Verbündete
-
Unwetter: Fans bei Frankreich-Spiel müssen von den Rängen
-
Völler glaubt fest an Nagelsmann-Verbleib
-
Umfrage: AfD in Mecklenburg-Vorpommern weiter deutlich vorn - SPD legt leicht zu
Trotz geringer Inflation und trotz des starken Euro: EZB lässt Leitzinsen unverändert
Trotz einer rückläufigen Inflation und trotz des starken Euro lässt die Europäische Zentralbank (EZB) die Leitzinsen erneut unverändert. Der EZB-Rat gehe weiter davon aus, dass sich die Inflation auf mittlere Sicht beim Zielwert von zwei Prozent stabilisiere, erläuterte EZB-Präsidentin Christine Lagarde am Donnerstag die Entscheidung. Parallel dazu zeige sich die Wirtschaft in der Eurozone "in einem schwierigen globalen Umfeld nach wie vor robust".
Angesichts dieser Ausgangslage belässt die Zentralbank den auch für Sparerinnen und Sparer wichtigen Einlagenzins bei unverändert 2,0 Prozent. Ebenso bleiben die beiden anderen Leitzinssätze auf dem bisherigen Niveau: Der Hauptrefinanzierungssatz, zu dem sich Geschäftsbanken Geld von der EZB leihen können, liegt weiter bei 2,15 Prozent und der Leitzinssatz zur kurzfristigen Beschaffung von Geld, der Spitzenrefinanzierungssatz, bei 2,40 Prozent.
Bereits bei ihren vier vorangegangenen Zinsentscheidungen im Juli, September, Oktober und Dezember hatte die EZB die Zinssätze nicht weiter abgesenkt, die zur Eindämmung der Inflation zuvor erst deutlich angehoben und dann ab Juni 2024 wieder schrittweise abgesenkt worden waren. Hintergrund dafür ist, dass sich die Inflation im Euroraum im vergangenen Jahr nahe des Zwei-Prozent-Ziels der Zentralbank einpendelte. Im Januar sank die Teuerungsrate nach vorläufigen Angaben des EU-Statistikamts Eurostat auf 1,7 Prozent.
Eine Inflation deutlich unterhalb des Zwei-Prozent-Ziels könnte sich allerdings auch auf die Konjunktur auswirken. Zuletzt hatte zudem der im Vergleich zum Dollar derzeit starke Euro Fragen über den künftigen geldpolitschen Kurs der EZB aufgeworfen. Denn ein starker Euro könnte die Inflation potenziell weiter dämpfen, da Importe billiger werden - und zugleich die wirtschaftliche Entwicklung exportorientierter Volkswirtschaften wie Deutschland eintrüben.
Auch Lagarde sagte am Donnerstag in Frankfurt am Main, dass ein stärkerer Euro die Inflation deutlicher als derzeit erwartet senken könne. Die jüngsten Kursgewinne des Euro gegenüber dem Dollar stünden jedoch weitgehend im Einklang mit dem allgemeinen Durchschnitt des Wechselkurses, fügte sie hinzu. Zudem verwies sie darauf, dass es auch Risiken für eine Inflationsentwicklung oberhalb der derzeitigen Erwartungen gebe - etwa durch Störungen internationaler Lieferketten oder auch Risiken durch den Klimawandel, was sich beispielsweise auf Lebensmittelpreise auswirken könnte.
Grundsätzlich will die Zentralbank deshalb auch künftig "von Sitzung zu Sitzung" entscheiden, wie Lagarde betonte. Dabei werde die Zentralbank weiter einem datenbasierten Ansatz folgen. Eine Vorfestlegung auf einen bestimmten Zinspfad gibt es demnach ausdrücklich nicht.
Der Außenwirtschaftschef der Deutschen Industrie- und Handfelskammer (DIHK), Volker Treier, bezeichnete es als "grundsätzlich richtig", dass sich die EZB weiterhin an der stabilen Preisentwicklung im Euroraum orientiere. Er wies allerdings auch darauf hin, dass der Dollar in einem Jahr unter US-Präsident Donald Trump "deutlich an Wert verloren und der Euro um 15 Prozent aufgewertet" habe. "Deutsche und europäische Exporte in die USA und in weitere Länder, deren Währung an den Dollar gekoppelt ist, werden teurer", erklärte er. Die EZB müsse den Wechselkurs im Blick behalten.
Ebenfalls unverändert beließ am Donnerstag auch die britische Zentralbank ihren Leitzins: Er bleibt bei 3,75 Prozent, wie die Bank of England mitteilte. Grund dafür ist, dass die Zentralbank die Inflation, die zuletzt 3,4 Prozent bei 3,4 Prozent lag, Richtung zwei Prozent bewegen will.
P.Santos--AMWN