-
Abfuhr für Trump: Bundesregierung lehnt Marine-Hilfe in Straße von Hormus ab
-
Spritpreise: Mineralölkonzerne sollen Preissteigerungen künftig begründen müssen
-
Wellnessmassagen an Sonn- und Feiertagen: Firma siegt vor Gericht gegen Behörde
-
Unionspolitiker fordern Aufklärung nach Chatgruppen-Affäre im Europaparlament
-
Frankreichs Ex-Präsident Sarkozy steht in Libyen-Affäre wieder vor Gericht
-
Trumps Forderung nach Nato-Beteiligung in Straße von Hormus stößt international auf Ablehnung
-
CDU-Politiker fordern Aufklärung nach Chatgruppen-Affäre im Europaparlament
-
Kommunalwahlen in Frankreich: Ränder gestärkt, Richtungswechsel in Paris möglich
-
Chukwuemeka und Wanner in Österreichs Kader für WM-Tests
-
Fünf Jahre Haft wegen Tötung von Säugling in Nordrhein-Westfalen
-
Israel gibt "gezielten Bodeneinsatz" im Südlibanon bekannt - Kritik aus Berlin
-
Spahn warnt vor Flüchtlingskrise durch Iran-Krieg: "Mit Nachbarländern reden"
-
Bundesregierung weist Trumps Drohung zurück: "Das ist kein Krieg der Nato"
-
Pistorius schließt Bundeswehr-Einsatz zum Schutz der Straße von Hormus aus
-
Unicredit will weitere Anteile an der Commerzbank übernehmen
-
Schrumpfen der Kirchen in Deutschland ungebrochen - weniger Austritte
-
Bestätigung aus Kiew: Sean Penn verpasst Oscar-Verleihung wegen Ukraine-Reise
-
Erste Bundesländer mit Osterferien: ADAC warnt vor erhöhtem Reiseaufkommen
-
Nach Dresden-Debakel: Münster trennt sich von Trainer Ende
-
SPD und CDU besiegeln Koalition: Bündnisvertrag in Brandenburg unterzeichnet
-
Gericht in Aserbaidschan verurteilt Franzosen wegen "Spionage" zu zehn Jahren Haft
-
EVP-Zusammenarbeit mit Ultrarechten auf EU-Ebene: CSU nimmt Weber in Schutz
-
Gericht: Einmaliger Harnstein kein Ausschlussgrund für Polizeibewerber
-
Streiks im Nahverkehr am Donnerstag in mindestens fünf Bundesländern
-
Wadephul sieht die Nato in der Straße von Hormus "nicht zuständig"
-
Ur-Gladbacher Reitz wechselt nach Leipzig
-
Borussia Düsseldorf holt Superstar Fan aus Saarbrücken
-
AOK: Leichter Rückgang bei Krankheitstagen - Anstieg bei Langzeiterkrankungen
-
Spritpreise: Verbraucherschützer fordern Stromsteuersenkung als Entlastung
-
Technische Ursache für Brand an Bundeswehrlastwagen in Lüneburg - Millionenschaden
-
Raubmord in Schrebergarten: Lebenslange Haft für 68-Jährigen in Niedersachsen
-
Schneider geht von Erreichen der Klimaziele für 2030 aus
-
Verdi ruft für Donnerstag in mehreren Bundesländern zu Nahverkehr-Streiks auf
-
Russischer Drohnenangriff auf Kiew am helllichten Tag – Verletzte in weiteren Regionen
-
Steigende Öl- und Gaskosten: Reiche lehnt Preisdeckel ab
-
Kommunalwahlen in Frankreich: Rechtspopulisten erobern in erster Runde 24 Rathäuser
-
Frühere Dombaumeisterin kritisiert geplantes Eintrittsgeld für Kölner Dom
-
Unicredit legt Angebot für weitere Anteile an der Commerzbank vor
-
Anklage gegen früheren Chefarzt wegen Missbrauchs von jugendlichen Patientinnen
-
Russischer Drohnenangriff am helllichten Tag: Mehrere Explosionen in Kiew zu hören
-
Kommunalwahlen in Paris: Fünf Kandidaten in der zweiten Runde
-
Asiens Fußballverband hofft weiter auf Irans WM-Teilnahme
-
Trendergebnis: CDU liegt bei Kommunalwahl in Hessen vor SPD und AfD
-
Flughafen von Dubai nimmt Betrieb nach Drohnenvorfall und Brand teilweise wieder auf
-
Israel hat "gezielten Bodeneinsatz" im Südlibanon begonnen
-
NHL: Draisaitl trifft und verletzt sich
-
Justizministerium: Zahl der Fahrgäste ohne Ticket im DB-Fernverkehr gestiegen
-
Nervenstarker Sinner gewinnt erstmals Indian Wells
-
Trump fordert Nato-Beteiligung in Straße von Hormus
-
Hautkrebsfrüherkennung: Mehrheit nutzt Screening nicht
Spritpreise: Mineralölkonzerne sollen Preissteigerungen künftig begründen müssen
Die Fraktionen von Union und SPD sehen mit Blick auf die hohen Spritpreise vor allem die Mineralölkonzerne in der Pflicht. Künftig müssten diese "nachweisen, wo die Preise und wie die Preise sich zusammensetzen", sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete Sepp Müller am Montag in Berlin. Dem Bundeskartellamt würden zudem weitere Möglichkeiten eingeräumt, um gegen zu hohe Preise zulasten der Verbraucher vorzugehen. "Wir lassen uns hier nicht auf der Nase rumtanzen", drohte Müller.
Der CDU-Mann leitet gemeinsam mit dem SPD-Abgeordneten Armand Zorn eine Taskforce wegen der hohen Diesel- und Benzinpreise. Bei einem Treffen am Montag im Bundestag hätten die Mineralölkonzernen keine zufriedenstellenden Antworten geliefert, sagte Zorn. Es sei ihnen "nicht gelungen, glaubhaft zu erklären, wie die Preisgestaltung geschieht und vor allem auch, wie die Unterschiede im europäischen Vergleich zu erklären sind."
Neben den Ölunternehmen nahmen auch Verbraucherschützer, Vertreter mittelständischer Unternehmen sowie die Chefs des Bundeskartellamts und der Monopolkommission an dem Treffen der Taskforce teil. Nach Angaben von Zorn und Müller haben bisherige Untersuchungen zu der Erkenntnis geführt, "dass der Kraftstoffmarkt in Deutschland nicht gut funktioniert". Angesichts der schuldig gebliebenen Antworten der Mineralölkonzerne hätten die Regierungsfraktionen nun weitere Schritte vereinbart, sagte Zorn.
Die Bundesregierung hat bislang beschlossen, dass Tankstellenbetreiber künftig nur noch einmal am Tag die Benzinpreise anheben dürfen, während Preissenkungen erlaubt bleiben. Zudem will Berlin Teile der staatlichen Ölreserven freigeben. Diese Maßnahmen würden nun beschleunigt umgesetzt, versicherten Union und SPD.
Der Deutsche Gewerkschaftsbund begrüßte die Ankündigungen. "Es ist überfällig und richtig, dass die Mineralölkonzerne ihre Preissteigerungen nun begründen müssen", erklärte DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell. "Die Wettbewerbsbehörden müssen durchgreifen - Krisenprofite auf dem Rücken der Beschäftigten darf es nicht länger geben."
Die SPD macht sich außerdem für einen Preisdeckel stark. "Am Ende des Tages geht es darum, dass die Gewinnmarge der Mineralölkonzerne reduziert werden muss", sagte Zorn. "Es braucht einen Deckel, um dafür zu sorgen, dass in Krisensituationen nicht Verbraucherinnen und Verbraucher ausgenommen werden, abgezockt werden."
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) lehnt dies jedoch ab. Staatliche Eingriffe in den Gas- oder Strommarkt führten "am Ende zu höheren Preisen", sagte sie am Rande eines Treffens der EU-Energieministerinnen und -minister in Brüssel.
Ihr Parteikollege Müller distanzierte sich ebenfalls von der SPD-Forderung und lehnte auch Senkungen der Steuern und Abgaben auf Kraftstoffe ab. Grundproblem sei aktuell der Krieg in Nahost und die Sperrung der Straße von Hormus. "Wir werden, wenn 20 Prozent weniger Angebot ist, nicht gegen weniger Angebot ansubventionieren können."
Subventionen wie einen Tankrabatt lehnen auch die Grünen ab. Der Tankrabatt in der Gaskrise 2022 sei "ein schlechter Kompromiss" gewesen und "auf Drängen der FDP" eingeführt worden, sagte der Abgeordnete Michael Kellner, der unter Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) Staatssekretär war, dem WDR. Mit Blick auf die aktuelle Situation forderte er, die Stromsteuer zu senken.
Dem schloss sich auch der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) an. "Eine echte Entlastung wäre die Senkung der Stromsteuer für Verbraucherinnen und Verbraucher", erklärte vzbv-Chefin Ramona Pop. Dies liege "als zentrales Wahlversprechen seit Monaten auf dem Tisch und kommt direkt bei den Menschen an".
Strukturell sehen die Verbraucherschützer die Lösung vor allem in der Reduzierung der Abhängigkeiten von fossilen Brennstoffen. Die Bundesregierung müsse die erneuerbaren Energien schneller ausbauen. "Solar- und Windkraft, nachhaltige Mobilität und resiliente Lieferketten machen unser Land krisenfester und schützen die Menschen am zuverlässigsten vor Preisschocks", erklärte Pop.
L.Miller--AMWN