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Verband: Höchststand bei Investitionen in Batteriespeicher
Bei Investitionen in Batteriespeicher in Deutschland ist nach Angaben des Bundesverbands BSW-Solar im ersten Quartal 2026 ein neuer Höchststand erreicht worden. Von Januar bis März seien mehr als zwei Gigawattstunden (GWh) neue Speicherkapazität in Betrieb genommen worden, hieß es in einer Mitteilung am Sonntag. Der Zubau stationärer Batteriespeicher lag demnach rund 67 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums.
BSW-Solar beruft sich auf eine Auswertung von Daten der Bundesnetzagentur. Demnach sei der Batteriespeicherbestand in Deutschland auf insgesamt etwa 28 Gigawattstunden gewachsen, verteilt auf rund 2,5 Millionen Anlagen. Diese Speicherkapazität reiche rechnerisch aus, um den durchschnittlichen Tagesstromverbrauch von rund drei Millionen Privathaushalten in Deutschland zu speichern.
"Batteriespeicher können den Bedarf an teuren Reserve-Gaskraftwerken deutlich reduzieren", erklärte der Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar, Carsten Körnig. Der bereits installierte Bestand stationärer Batteriespeicher entspreche der Tagesstromproduktion von mehr als zwei der von der Bundesregierung geplanten neuen Reserve-Gaskraftwerke. Diese sollen einen Ausgleich witterungsbedingter Schwankungen bei der Produktion von Solar- und Windstrom ermöglichen.
Körnig warnte vor Plänen von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche, die fossile Gaskraftwerke zum Nachteil von Batteriespeichern bevorzugen würden. "Batteriespeicher dürfen in den kommenden Kraftwerksauktionen nicht durch ungeeignete Ausschreibungskriterien gegenüber Gaskraftwerken benachteiligt werden", forderte der BSW-Solar-Hauptgeschäftsführer. "Stattdessen sollten Speicher gezielt gestärkt werden.“
Körnig bezog sich auf den Gesetzentwurf des Bundeswirtschaftsministeriums für ein Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätengesetz. "Batteriespeicher sind ein zentraler Baustein für ein kosteneffizientes, resilientes und klimaneutrales Energiesystem", hob er hervor. "Im Vergleich zu Erdgaskraftwerken sind sie schneller errichtet, verursachen keine direkten CO₂-Emissionen und senken Systemkosten, indem sie erneuerbare Energien effizient integrieren und Netzengpässe reduzieren."
Dafür müssten bestehende Marktbarrieren weiter abgebaut werden, forderte BSW-Solar weiter. Dazu zählten vereinfachte Rahmenbedingungen für Speicher, die an Standorten von Solar- oder Windkraftanlagen errichtet werden, beschleunigte Netzanschlussverfahren sowie Netzentgeltregelungen, die den Batteriespeicherbetrieb nicht verteuern. Bei Netzengpässen und negativen Strompreisen sollten Solaranlagen nicht mehr abgeregelt werden, sondern die Speicherung des Stroms in lokalen Batterien endlich ermöglicht werden, verlangte der Verband.
Am Samstag hatte BSW-Solar mitgeteilt, dass der Ausbau der Solarenergie in Deutschland sich im ersten Quartal 2026 deutlich verlangsamt habe. Es seien sechs Prozent weniger neue Solarleistung installiert worden als im gleichen Zeitraum des Vorjahrs, hieß es. Der Verband warnte angesichts der neuen Daten eindringlich vor von Reiche auch geplanten drastischen Einschnitten bei der Solarförderung.
"Wer bei der Solarenergie jetzt auf die Bremse tritt, schadet dem Wirtschaftsstandort und drosselt den in der Bevölkerung beliebtesten Energiepreisdämpfer", warnte Körnig. Die CDU-Politikerin will für neu installierte kleine Solaranlagen ab 2027 die sogenannte Einspeisevergütung komplett streichen.
M.Thompson--AMWN