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Dongfeng aus China wird E-Autos im Stellantis-Werk in der Bretagne bauen
Was in Deutschland diskutiert wird, wird in Frankreich schon umgesetzt: Der chinesische Autobauer Dongfeng wird Elektroautos in einem Werk der Opel-Mutter Stellantis in Rennes in der Bretagne bauen. Die dort hergestellten Modelle seien für den europäischen Markt bestimmt, teilten beide Unternehmen am Mittwoch mit. Sie gründeten ein Gemeinschaftsunternehmen für Produktion, Verkauf und Entwicklung in Europa.
Stellantis werde einen Mehrheitsanteil von 51 Prozent an dem Joint Venture haben, Dongfeng 49 Prozent, so die Unternehmen. Zu finanziellen Einzelheiten machten sie keine Angaben.
Stellantis mit Marken wie Peugeot, Citroën, Opel, Fiat und Chrysler sowie Dongfeng arbeiten bereits seit Langem in China zusammen. Vor wenigen Tagen kündigte Stellantis an, die Partnerschaft werde in den Bereichen Foschung und Entwicklung vertieft; ab 2027 sollen zudem neue Elektromodelle der Marken Peugeot und Jeep in China für den chinesischen Markt gebaut werden.
Stellantis-Chef Antonio Filosa erklärte am Mittwoch zum neuen Joint Venture: "Mit diesem neuen Kapitel unserer Zusammenarbeit werden wir unseren Kunden eine noch größere Auswahl an wettbewerbsfähigen Produkten und Preisen bieten - indem wir die Vorteile der globalen Präsenz von Stellantis mit Dongfengs Zugang zum fortschrittlichen Ökosystem für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben in China verbinden." Der Chef von Dongfeng, Qing Yang, erwartet, dass sich mit dem Joint Venture "die globale Expansion von Dongfeng beschleunigen" wird.
Auch in Frankreich ist die Automobilindustrie in der Krise - Gründe sind wie in Deutschland die Herausforderungen durch den Wandel hin zur Elektromobilität und Konkurrenz aus China sowie sinkende Neuwagenverkäufe auf dem heimischen Markt. Stellantis hatte kürzlich mitgeteilt, das Unternehmen erwäge den Verkauf eines nicht ausgelasteten Werks in Spanien an seinen weiteren chinesischen Partner Leapmotor.
In Deutschland haben sich zwei SPD-Landespolitiker dafür ausgesprochen, zur Auslastung von VW-Werken dort auch chinesische Autos fertigen zu lassen, um Arbeitsplätze zu erhalten - der niedersächsische Ministerpräsident Olaf Lies und der sächsische Wirtschaftsminister Dirk Panter.
M.Fischer--AMWN