-
Trump ruft Mitgliedstaaten zu Abkehr von Internationalem Strafgerichtshof auf
-
EU beschließt Aufhebung von Sanktionen gegen zwei russische Oligarchen
-
Rad-WM: Deutsche Mixed-Staffel verpasst Medaille
-
Österreichischer Investor Benko erneut verurteilt: Haftstrafe um sechs Monate erhöht
-
UN-Rede: Trump kündigt Bau von zwei US-Militärstützpunkten auf Grönland an
-
Letztes Walfangunternehmen Islands kündigt Klage gegen mögliches Verbot an
-
Republikanischer US-Senator fordert Untersuchung von Hochzeitsfeier von Trumps Sohn
-
Rede vor der UNO: Trump hält Iran-Abkommen nach Kongresswahlen für möglich
-
Clan-Kontakte und Antisemitismus-Vorwürfe: Berliner Linke massiv in der Kritik
-
Wirbel um Merz-Äußerung zu Krankenkassen - SPD zufrieden, Union bremst
-
Landkreis: Ein Verletzter bei Flugzeugabsturz auf US-Stützpunkt Spangdahlem
-
Großer römischer Münzschatz auf Acker in Nordrhein-Westfalen entdeckt
-
Islamistisch motivierte Messerangriffe: Neun Jahre Jugendstrafe in Düsseldorf
-
Neue Zeitrechnung: Klopp leitet erstes Teamtraining
-
Frauenleiche in brennendem Auto in Bayern: Exmann soll 45-Jährige getötet haben
-
VGH Hessen: Kein Abschiebeverbot für Afghanen trotz schwieriger Verhältnisse
-
Guterres: USA und China sollen bei Künstlicher Intelligenz zusammenarbeiten
-
Kurz vor Fristende: EU streitet über Aufhebung von Sanktionen gegen russische Oligarchen
-
Frei mahnt rasche Reformen an - und sagt Merz Rückhalt der Fraktion zu
-
Verkehrstechnik-Messe Innotrans in Berlin eröffnet - Rekordzahl von Ausstellern
-
Autobahn für Pferd gesperrt: Polizisten unterstützen Umladen von Tier in Hessen
-
G7-Staaten fordern Ende der Huthi-Angriffe auf Saudi-Arabien und die Schifffahrt
-
IG Metall fordert fünf Prozent mehr Lohn - Arbeitgeber: "Realitätsfern"
-
Wadephul vor UN-Generaldebatte: Vereinte Nationen müssen "effizienter werden"
-
Endgültiges Ergebnis bestätigt Wahlausgang in Sachsen-Anhalt
-
Blessin wird Trainer in Mönchengladbach
-
Clan-Kontakte und Antisemitismus: Berliner Linke im Kreuzfeuer der Kritik
-
Nach Hausexplosion in Weimar: Weiter keine Spur von vermisstem Mann
-
Debatte um Merz-Äußerungen zur Krankenversicherung - CSU lehnt Systemänderung ab
-
Jugendlicher schießt vor Schule um sich: Elf Verletzte in der Türkei
-
CSU-Politiker Hoffmann: Koalition einig bei Härtefallregelung für Frühverrentung
-
IG Metall fordert fünf Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten
-
Macron lädt zum Papstbesuch alle EU-Staats- und Regierungschefs ein
-
21 Festnahmen bei Durchsuchungen gegen illegale Zigarettenfabrik in NRW
-
Davis Cup: Deutsches Team trifft auf Großbritannien
-
CSU lehnt Systemänderung bei Krankenkassen ab - Debatte um Merz-Äußerungen
-
Große US-Sender schränken Trump-Berichterstattung ein - Protest gegen Hausverbot für CNN
-
Dos Santos: Kanzler hat trotz Frust "die volle Rückendeckung der Unionsfraktion"
-
Unionsfraktion: Weitere Spritpreisentlastungen wohl frühestens im Januar
-
FIFA: Neuendorf glaubt nicht an "Reformer" Infantino
-
Vier Sekunden: Sechsjährige Chinesin stellt Zauberwürfel-Rekord auf
-
Center Parcs will Ferienpark im Lausitzer Seenland in Brandenburg bauen
-
Juso-Chef Türmer: SPD-Vorsitzende derzeit "nicht Teil der Lösung"
-
Macron präsentiert Trump Vorschläge zur Eindämmung des Ölpreises
-
Nach Wahlsieg in Berlin: Linke will noch diese Woche mit Grünen und SPD sprechen
-
Ungarn will vorerst "kein Mitglied" der Gruppe der Karpaten-Länder sein
-
Judo-Bundesliga: Japaridse nach Ausraster lebenslang gesperrt
-
EU-Handelskammer: Chinas Exportboom "nicht tragbar" - dennoch kein Ende in Sicht
-
Verhandlungsdurchbruch: EU und Philippinen wollen Freihandelsabkommen schließen
-
Kriminalbeamtenbund: Besuch von Clanchef bei Linken-Party "Schlag ins Gesicht"
Koalition streitet über Rente - Regierung bekommt Dienstag Expertenempfehlungen
In der Koalition wird weiter über die Rentenreform gestritten - noch bevor die von der Regierung eingesetzte Rentenkommission ihre Empfehlungen übergeben hat. Der CDU-Wirtschaftsrat forderte am Mittwoch die Abschaffung mehrerer rentenpolitischer Leistungen im Rahmen einer grundlegenden Neuausrichtung der Alterssicherung, Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) lehnte eine Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung klar ab. Kanzler Friedrich Merz (CDU) betonte, eine Reform sei grundsätzlich unumgänglich.
Der Generalsekretär des Wirtschaftsrats der CDU, Wolfgang Steiger, forderte im Gespräch mit den Funke-Zeitungen die Abschaffung "kostspieliger Leistungsausweitungen" - dazu gehörten etwa die Grundrente, die Mütterrente und die sogenannte Rente mit 63. Das Renteneintrittsalter müsse außerdem perspektivisch an die steigende Lebenserwartung gekoppelt werden. "Nur so lässt sich das Verhältnis zwischen Beitragszahlern und Rentenempfängern langfristig stabilisieren", argumentierte der CDU-Politiker.
Die gesetzlichen Sozialversicherungen stünden durch den demografischen Wandel vor "gewaltigen Herausforderungen", sagte Steiger. Deshalb könne sich Deutschland "zusätzliche Rentengeschenke nicht leisten". Auch alle Frühverrentungsanreize müssten beseitigt werden. Insgesamt forderte er eine "180-Grad-Wende in der Alterssicherungspolitik und in den Sozialsystemen". Ohne Reformen könnten die Sozialabgaben bis 2035 auf bis zu 50 Prozent steigen. Das schade dem Wirtschaftsstandort Deutschland, demotiviere leistungsbereite Menschen, treibe junge Menschen aus dem Land und schrecke ausländische Fachkräfte ab.
Die von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission berät derzeit über Reformoptionen für die Alterssicherung. Die schwarz-rote Koalition hat eine umfassende Rentenreform angekündigt, um das System angesichts des demografischen Wandels langfristig zu stabilisieren. Am kommenden Dienstag will die Regierung die Empfehlungen der Kommission entgegennehmen. Öffentlich präsentiert werden sie erst später.
Kanzler Merz sagte in Evian zu den vorgesehenen Einsparungen, es gehe hierbei nicht um "Zumutungen", sondern "wir haben in der Koalition eine Verabredung, dass wir auf dem Weg der innenpolitischen Reformen jetzt auch wirklich vorangehen". Das passiere auch. An die Regierung würden "richtigerweise Erwartungen gerichtet", das Land zu reformieren. Er sei dabei "zuversichtlich", dass die Rentenkommission gute Vorschläge liefere, sagte Merz.
Schwesig sagte zur Diskussion um das Renteneintrittsalter, sie halte die Kopplung an Beitragsjahre "für den gerechteren Weg" als die Verbindung zur Lebenserwartung. Wer früh ins Berufsleben starte, müsse auch früher in Rente gehen können, sagte sie RTL und ntv. Sie werde außerdem keinen Vorschlägen zustimmen, die dazu führten, dass die ohnehin schon kleinen Renten weiter gekürzt werden, ergänzte Schwesig und verwies vor allem auf Ostdeutschland.
Auch eine generelle Anhebung des Renteneintrittsalters über 67 Jahre hinaus bezeichnete Schwesig als "unrealistisch". Sinnvoll sei hingegen, künftig auch Beamtinnen und Beamte, Selbstständige und Politikerinnen und Politiker in die gesetzliche Rentenversicherung einzubeziehen, um deren Finanzierung gerechter zu organisieren. Dazu sagte SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf dem "Kölner Stadt-Anzeiger", das sei für ihn "auch eine Frage der Gerechtigkeit". Beamte bekämen "grob gesagt eine Alterssicherung von im Schnitt 71,5 Prozent des vorherigen Einkommens, die Angestellten von nur 48 Prozent". Die Unterschiede seien erheblich.
Einen größeren Kreis an Einzahlenden forderte auch erneut die Linke. Außerdem müssten die Beitragsbemessungsgrenzen angehoben werden, erklärte die Rentenexpertin Sarah Vollath. Der CDU-Wirtschaftsrat sei hingegen "fernab aller Fakten" unterwegs. Schon jetzt steige die Regelaltersgrenze bis 2030 ungefähr doppelt so schnell wie die Lebenserwartung. Auch Forderungen nach der Abschaffung der Rente für besonders lang Versicherte seien ein "Schlag ins Gesicht für all diejenigen, die 45 Jahre lang hart gearbeitet und in die Rentenkasse eingezahlt haben".
F.Dubois--AMWN