-
Guterres: USA und China sollen bei Künstlicher Intelligenz zusammenarbeiten
-
Kurz vor Fristende: EU streitet über Aufhebung von Sanktionen gegen russische Oligarchen
-
Frei mahnt rasche Reformen an - und sagt Merz Rückhalt der Fraktion zu
-
Verkehrstechnik-Messe Innotrans in Berlin eröffnet - Rekordzahl von Ausstellern
-
Autobahn für Pferd gesperrt: Polizisten unterstützen Umladen von Tier in Hessen
-
G7-Staaten fordern Ende der Huthi-Angriffe auf Saudi-Arabien und die Schifffahrt
-
IG Metall fordert fünf Prozent mehr Lohn - Arbeitgeber: "Realitätsfern"
-
Wadephul vor UN-Generaldebatte: Vereinte Nationen müssen "effizienter werden"
-
Endgültiges Ergebnis bestätigt Wahlausgang in Sachsen-Anhalt
-
Blessin wird Trainer in Mönchengladbach
-
Clan-Kontakte und Antisemitismus: Berliner Linke im Kreuzfeuer der Kritik
-
Nach Hausexplosion in Weimar: Weiter keine Spur von vermisstem Mann
-
Debatte um Merz-Äußerungen zur Krankenversicherung - CSU lehnt Systemänderung ab
-
Jugendlicher schießt vor Schule um sich: Elf Verletzte in der Türkei
-
CSU-Politiker Hoffmann: Koalition einig bei Härtefallregelung für Frühverrentung
-
IG Metall fordert fünf Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten
-
Macron lädt zum Papstbesuch alle EU-Staats- und Regierungschefs ein
-
21 Festnahmen bei Durchsuchungen gegen illegale Zigarettenfabrik in NRW
-
Davis Cup: Deutsches Team trifft auf Großbritannien
-
CSU lehnt Systemänderung bei Krankenkassen ab - Debatte um Merz-Äußerungen
-
Große US-Sender schränken Trump-Berichterstattung ein - Protest gegen Hausverbot für CNN
-
Dos Santos: Kanzler hat trotz Frust "die volle Rückendeckung der Unionsfraktion"
-
Unionsfraktion: Weitere Spritpreisentlastungen wohl frühestens im Januar
-
FIFA: Neuendorf glaubt nicht an "Reformer" Infantino
-
Vier Sekunden: Sechsjährige Chinesin stellt Zauberwürfel-Rekord auf
-
Center Parcs will Ferienpark im Lausitzer Seenland in Brandenburg bauen
-
Juso-Chef Türmer: SPD-Vorsitzende derzeit "nicht Teil der Lösung"
-
Macron präsentiert Trump Vorschläge zur Eindämmung des Ölpreises
-
Nach Wahlsieg in Berlin: Linke will noch diese Woche mit Grünen und SPD sprechen
-
Ungarn will vorerst "kein Mitglied" der Gruppe der Karpaten-Länder sein
-
Judo-Bundesliga: Japaridse nach Ausraster lebenslang gesperrt
-
EU-Handelskammer: Chinas Exportboom "nicht tragbar" - dennoch kein Ende in Sicht
-
Verhandlungsdurchbruch: EU und Philippinen wollen Freihandelsabkommen schließen
-
Kriminalbeamtenbund: Besuch von Clanchef bei Linken-Party "Schlag ins Gesicht"
-
Geldstrafe für Zeitsoldat wegen homophober Äußerungen in Hamburg
-
Niroomand hält an Berliner Olympiaplänen fest
-
FairSquare: Infantinos Reformwille "nicht ernst gemeint"
-
Schüsse vor Schule in der Türkei: Mindestens acht Verletzte
-
Alzheimer-Experten: Fast 1,8 Millionen Menschen in Deutschland leben mit Demenz
-
Venezuelas Übergangspräsidentin in New York eingetroffen - Treffen mit Trump
-
Duale Krankenversicherung: Lauterbach sieht bei Merz "Moment der Einsicht"
-
Flensburg-Ranking: Porsche-Fahrer haben mit Abstand die meisten Punkte
-
Durchbruch in Verhandlungen über EU-Freihandelsabkommen mit den Philippinen
-
Iranischer Außenminister Araghtschi zur UN-Generaldebatte in New York eingetroffen
-
Einjähriger verschluckt in München Baustein - Kind nach Behandlung wohlauf
-
Dreijähriger in Mecklenburg-Vorpommern von Auto überrollt und gestorben
-
Bahn-Industrie erwartet deutliches Marktwachstum in kommenden Jahren
-
52-Jähriger bei Arbeitsunfall auf Oktoberfestgelände in München tödlich verletzt
-
Vier Tote durch Taifun "Dujuan" in Japan
-
Anwältin: Von ICE-Beamtem Angeschossener hat noch Kugel im Körper und leidet unter Lähmung
Ein Revolver und sechs Patronen: Erdogans ungewöhnliches Geschenk beim Nato-Gipfel
Ein Revolver und sechs Patronen - mit seinem ungewöhnlichen Gastgeschenk hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan die Staats- und Regierungschefs beim Nato-Gipfel in Ankara in Verlegenheit gebracht. Jeder von ihnen bekam einen Revolver samt namentlicher Gravur, mehrere Schuss Munition und eine Ausfuhrgenehmigung von Erdogan persönlich. Die Waffe im Regierungsflieger transportieren? Oder das Geschenk in Ankara zurücklassen? Die Staats- und Regierungschefs mussten sich etwas einfallen lassen.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) überließ sein Geschenk nach Angaben einer Regierungssprecherin der deutschen Botschaft in Ankara, die den Transport nach Berlin organisieren soll. Der Revolver soll in Berlin in die Sammlung von Staatsgeschenken aufgenommen werden.
In anderen Delegationen sorgte das Geschenk nach Diplomatenangaben für "irrsinnige" Szenen. Der belgische Regierungschef Bart De Wever entdeckte erst nach der Landung in Belgien, was sich in der roten Geschenkbox verbarg. Ein Foto seines Teams zeigt den silbernen Revolver mit braunem Griff in der mit schwarzem Stoff ausgekleideten Kiste... in einer Papiertüte.
"Der Premierminister war überrascht und hat ihn umgehend der Flughafenpolizei übergeben, damit er in einem sicheren Tresor verwahrt und das weitere Vorgehen den Vorgaben gemäß geregelt wird", erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag aus dem Umfeld des Regierungschefs.
Die belgischen Sicherheitskräfte sammelten unter strengen Sicherheitsvorkehrungen auch die Revolver von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident António Costa ein. Von der Leyen habe sich bei Erdogan für das Geschenk bedankt, ließ ein Sprecher in Brüssel wissen. Sobald die Waffe entschärft sei, wolle sie den Revolver an ein Militärmuseum spenden.
Auch in Polen kam das für Präsident Karol Nawrocki bestimmte Geschenk bereits an. Dort erinnerten sich aber viele an einen spektakulären Präzedenzfall: Im Dezember 2022 hatte Polizeichef Jaroslaw Szymczyk zwei Granatwerfer als Geschenk aus der Ukraine mitgebracht. Einer explodierte in seinem Büro, verletzte ihn leicht und verursachte schwere Schäden am Präsidium der Warschauer Polizei. Dieses Mal sei "sicher, dass niemand damit schießen wird", sagte ein Mitarbeiter des Präsidenten einem polnischen Radiosender. Der litauische Präsident Gitanas Nauseda präsentierte seinen Revolver derweil den Medien in seiner Heimat.
Kanzler Merz ist aber nicht der einzige, der sein Geschenk vorerst in der Türkei zurückließ. Die Waffe des schwedischen Regierungschefs Ulf Kristersson soll später regelkonform nach Schweden transportiert werden. Der britische Premier Keir Starmer erklärte, die Einfuhr eines Revolvers nach Großbritannien sei illegal - auch für einen Premierminister und trotz Sondergenehmigung von Erdogan.
Der Austausch von Geschenken zwischen Gastgeber und Gast gehört zu den diplomatischen Gepflogenheiten - nur sorgen sie in der Regel nicht für solche logistischen Probleme. Über die symbolische Bedeutung des ungewöhnlichen Gastgeschenks von Erdogan, der in der Türkei als harter Machthaber bekannt ist, wird nun in den Delegationen gerätselt. Es wird vermutet, dass der hochwertige Revolver vor allem die Stärke der türkischen Waffen- und Rüstungsindustrie symbolisieren soll.
Auch galten bereits im Osmanischen Reich kunstvoll gefertigte Waffen wie Säbel, Dolche oder Gewehre als Prestigeobjeke, die Gästen oder Verbündeten gerne als Geschenk überreicht wurden. Das Büro des türkischen Präsidenten reagierte zunächst nicht auf eine AFP-Anfrage nach der Bedeutung der Geschenke.
Die Staats- und Regierungschefs der Nato-Länder hatten sich am Dienstag und Mittwoch zu einem Gipfel-Treffen in der türkischen Hauptstadt Ankara versammelt. Bei der Zusammenkunft ging es um die Ukraine, den Iran-Krieg und das Verhältnis der Europäer zu US-Präsident Donald Trump.
O.M.Souza--AMWN