-
Ifo: Deutscher Pass bei Geburt senkt Kriminalität migrantischer Jugendlicher
-
Spitzen der Unionsfraktion auf Distanz zu Steinmeiers Äußerungen zu Iran-Krieg
-
Nasa setzt Pläne für Mond-Raumstation Gateway aus
-
Nach Fund von Leiche in niedersächsischer Firma: Tatverdächtiger stellt sich
-
In Italien anerkannter Flüchtling bekommt nicht automatisch Aufenthaltstitel
-
36-Jähriger tot in Berliner Kleingarten entdeckt - Verbrechen nicht ausgeschlossen
-
Tödlicher Arbeitsunfall in Sachsen-Anhalt: 52-Jähriger erleidet Stromschlag
-
Landtagswahl in Schleswig-Holstein findet am 18. April 2027 statt
-
Brigitte Macron nimmt an Kinderschutz-Podium von Melania Trump teil
-
US-Außenminister Rubio nimmt an G7-Treffen zum Iran nahe Paris teil
-
Parlamentswahl in Dänemark: Ministerpräsidentin Frederiksen gilt als Favoritin
-
Gestrandeter Wal in Lübecker Bucht: Weitere Rettungsaktion geplant
-
Iran-Krieg: Gegenseitige Angriffe gehen weiter - Israel will im Libanon vorrücken
-
Erstes Boot von internationaler Hilfsflotte für Kuba erreicht Havanna
-
Mercedes neuer elektrischen VLE, Preis und Leistung?
-
AfD-Spitze zieht Ausschlussantrag gegen Jugend-Funktionär Dorow zurück
-
"Geschenk" von Odermatt: Braathen gewinnt Riesenslalom-Kugel
-
Regisseur Wim Wenders bekommt als "Ikone des Weltkinos" Ehren-Lola
-
Bis zu zwei Jahre Haft für Deepfakes und stärkere Persönlichkeitsrechte geplant
-
Jobs nur für Kirchenmitglieder: Jahrelanger Streit wird im Mai erneut verhandelt
-
Lasterfahrer setzt auf Rastplatz in Baden-Württemberg Kanarienvogel "zum Lüften" aus
-
Hundewelpen zu früh von Mutter getrennt: Berliner Gericht untersagt Tierhaltung
-
Millionenbetrug mit Coronatests: Baden-Württemberger zu mehrjähriger Haft verurteilt
-
Zwei Festnahmen wegen großangelegten Betrugs mit Onlineretouren
-
Studie: Riester-Reform benachteiligt Haushalte mit geringem Einkommen
-
WM-Ticketpreise: Fan-Organisation attackiert FIFA
-
Nach Tötung von Laridschani: Iran ernennt neuen Chef des Sicherheitsrates
-
Mysteriöse Hinweise lassen Céline-Fans auf Konzert in Paris hoffen
-
WM 2026: Fan-Organisation und Verbraucherschützer reichen Beschwerde gegen Fifa ein
-
Umfrage: Künstliche Intelligenz wird zunehmend zum Beziehungscoach
-
Stromnetzanschlag im September: Razzia in Berlin und anderen Städten
-
Lübecker Bucht: Zustand von gestrandetem Wal verschlechtert sich
-
EU und Australien schließen Freihandelsabkommen - Wirtschaft hofft auf Exportplus
-
Umgang mit Migranten: Frankreich ermittelt gegen Ex-Frontex-Chef
-
Nationalmannschaft: Leweling reist verletzt ab
-
Überragende Shiffrin vor Sieg im Gesamtweltcup
-
WM-Ticketpreise: Fan-Organisation verklagt FIFA bei der EU
-
DAK: KI-Chatbots erhöhen riskanten Medienkonsum bei Kindern und Jugendlichen
-
15-jähriger Autofahrer hängt Polizei bei Verfolgungsjagd in Oldenburg ab
-
Rekordzahl neuer EU-Patentanmeldungen - Anstieg vor allem von außerhalb Europas
-
Neuer Höchststand bei Studienabschlüssen ohne Abitur
-
Umfrage: Deutsche Exporteure sehen immer mehr Handelshemmnisse
-
Schriftsteller Salman Rushdie nennt Trump "korrupten Immobilienentwickler"
-
Odermatt scheidet aus, Braathen auf Siegkurs
-
Grüne fordern von Regierung ehrgeiziges Klimaschutzprogramm
-
Marihuana in Bürostühlen geschmuggelt: Schlag gegen Drogenbande in Nordrhein-Westfalen
-
Steinmeier kritisiert Iran-Krieg der USA und Israels als "völkerrechtswidrig"
-
Wegner entschuldigt sich für "kommunikative Fehler" nach Stromausfall im Januar
-
Spanische Filmlegende Carmen Maura spielt mit 80 Jahren erste Nacktrolle
-
Raketenalarm in fast der gesamten Ukraine - Behörden melden fünf Tote
Witwe des russischen Oppositionellen Nawalny: "Alexej wurde vergiftet"
Der 2024 in einem Straflager gestorbene russische Oppositionspolitiker Alexej Nawalny ist nach Angaben seiner Witwe "vergiftet" worden. Julia Nawalnaja erhob den Vorwurf am Mittwoch in einem in Onlinenetzwerken veröffentlichten Video unter Berufung auf Laboranalysen "biologischer Proben", die Vertraute Nawalnys vor dessen Beerdigung heimlich entnommen und außer Landes geschmuggelt hätten. Der Kreml äußerte sich zu den Vorwürfen nicht.
"Labore in zwei Ländern sind zu dem Schluss gekommen, dass Alexej getötet wurde. Genauer gesagt: vergiftet", sagte Nawalnaja zur Todesursache ihres Mannes. Weitere Angaben zu den Proben und den Laboruntersuchungen machte sie zunächst nicht und veröffentlichte keine Analyse-Ergebnisse.
Derzeit sei sie nicht in der Lage, die "offiziellen Resultate" zu veröffentlichen, aus denen genau hervorgehe, welches Gift gegen ihren Mann verwendet worden sei. Nawalnaja rief die beiden Labore auf, ihre Analysen zu veröffentlichten.
Ihr Team habe jedoch Zugang zu den Aussagen von fünf Gefängnismitarbeitern in dem Straflager Charp am Polarkreis erhalten, in dem Nawalny im Ferbruar 2024 gestorben war. Die Aussagen seien zwar teils widersprüchlich, vermittelten jedoch "einen allgemeinen Eindruck davon, was geschehen ist", erklärte Nawalnaja.
Zu den mutmaßlichen Umständen von Nawalnys Tod äußerten sich auch weitere Mitarbeiter des Oppositionellen. Maria Pewtschich schrieb im Onlinedienst Telegram, zum Zeitpunkt seines Todes habe Nawalny "auf dem Boden gelegen, sich erbrochen und vor Schmerz geschrien". Statt ihn zu retten, hätten Gefängniswärter ihn aber in seiner Zelle liegen lassen, das Gitter und die Tür seiner Zelle geschlossen.
Pewtschisch veröffentlichte Fotos einer Zelle, die nach ihren Angaben nach Nawalnys Tod aufgenommen wurden. Darauf scheinen auf dem Fußboden Spuren von Erbrochenem und Blut sichtbar zu sein.
Der Nawalny-Vertraute Leonid Wolkow warf dem russischen Präsidenten Wladimir Putin im Onlinedienst Telegram vor, den Oppositionellen "ermordet" zu haben. Nawalny sei "auf grausame Weise getötet, vergiftet" worden, schrieb Wolkow und fügte an: "Auch, wenn die Daten aus den Krankenakten getilgt und die Spuren verwischt wurden, wissen wir alles über seinen letzten Tag - und wie er ermordet wurde."
Nawalny war bereits im August 2020 in Sibirien mit dem Nervengift Nowitschok vergiftet worden und ins Koma gefallen. Der Kreml-Kritiker wurde anschließend nach Deutschland gebracht und in der Berliner Universitätsklinik Charité behandelt. Im Januar 2021 kehrte er nach Russland zurück und wurde bei seiner Ankunft in Moskau verhaftet.
Nawalnaja selbst wurde nach dem Tod ihres Mannes von der russischen Finanzbehörde Rosfinmonitoring auf eine Schwarze Liste von "Terroristen und Extremisten" gesetzt. Zudem erließ ein russisches Gericht gegen sie einen Haftbefehl wegen "Beteiligung an einer extremistischen Organisation".
Nawalny galt als der schärfste Widersacher Putins. Der von den russischen Behörden als "Extremist" eingestufte Oppositionspolitiker starb im Februar 2024 im Alter von 47 Jahren unter ungeklärten Umständen in dem Straflager in der Arktis, wo er eine 19-jährige Haftstrafe verbüßte.
Die russischen Behörden erklärten damals, Nawalny sei bei einem Hofgang plötzlich zusammengebrochen und gestorben. Seine Angehörigen mussten nach seinem Tod mehrere Tage warten, bis die Leiche freigegeben wurde. Nawalnys Anhänger und zahlreiche westliche Politiker machten die russische Führung für den Tod des Oppositionellen verantwortlich. Der Kreml weist die Anschuldigungen zurück.
Zu den Vorwürfen Julia Nawalnajas Mittwoch äußerte sich Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Mittwoch nicht. Auf eine Frage dazu in seinem täglichen Pressebriefing sagte Peskow, er habe dazu "nichts zu sagen" und fügte an: "Ich weiß nichts zu diesem Thema."
Y.Kobayashi--AMWN