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Schwere Zerstörungen in Vietnam durch Taifun "Bualoi"
Der Taifun "Bualoi" hat in Vietnam große Gebiete unter Wasser gesetzt und schwere Zerstörungen angerichtet. Bis Dienstag wurde nach Behördenangaben 19 Todesopfer geborgen, 21 Menschen werden nach Angaben des Umweltministeriums vermisst. Mehr als 80 Menschen wurden verletzt und mehr als 100.000 Wohnhäuser beschädigt.
"Bualoi" hatte Vietnam am Sonntagabend erreicht und blieb dort fast zwölf Stunden über Land. Ein derart lang andauernder Wirbelsturm sei "sehr selten", sagte Mai Van Khiem vom nationalen Wetterdienst. Der Taifun brachte starken Wind, meterhohe Sturzfluten und schwere Überschwemmungen mit sich.
Nach Behördenangaben wurden rund 225 Quadratkilometer Reisfelder und andere Kulturen vernichtet, mehr als 10.000 Bäume entwurzelt und mehrere Hochspannungsmasten umgeweht. Der Wetterdienst warnte vor weiteren Überschwemmungen und drohenden Erdrutschen in bergigen Regionen.
"Bualoi" war bereits der zehnte Wirbelsturm in Vietnam in diesem Jahr. Durchschnittlich wird das Land pro Jahr von etwa zehn Taifunen getroffen, Meteorologen erwarten in diesem Jahr aber noch zwei bis drei weitere. Wissenschaftlern zufolge führt die menschengemachte Erderwärmung zu mehr und heftigeren Extremwetterereignissen wie Stürme und Überschwemmungen.
In den ersten sieben Monaten dieses Jahres richteten Stürme in Vietnam laut Statistikamt bereits Schäden in Höhe von umgerechnet 315 Millionen Euro an, dreimal so viel wie im Vorjahreszeitraum.
F.Schneider--AMWN