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Skandal um vermeintlichen Missbrauch: Angebliche Kronzeugin in Niedersachsen angeklagt
Nach der zu Unrecht erfolgten Verurteilung mehrerer enger Verwandter einer Frau aus Niedersachsen wegen sexuellen Missbrauchs hat die Staatsanwaltschaft in Braunschweig eine ehemalige mutmaßliche Kronzeugin wegen falscher Verdächtigung und Falschaussage angeklagt. Wie die Behörde am Dienstag mitteilte, soll die heute 32-Jährige im Rahmen eines gemeinsam mit dem angeblichen Vergewaltigungsopfer ausgedachten ausgeklügelten Tatplans Strafverfolgungsbehörden und Gerichte getäuscht und die später freigesprochenen angeblichen Täter grob wahrheitswidrig belastet haben.
Die Anklage erging zum Amtsgericht Braunschweig, das diese nun prüfen und über die Prozesseröffnung entscheiden muss. Bei der Beschuldigten handelt es sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft um die frühere Lebensgefährtin des angeblichen Opfers, einer jungen Frau aus Goslar.
Die mittlerweile 32-Jährige ließ sich demnach auf Basis eines falschen Geständnisses sogar selbst als mutmaßliche Sexualstraftäterin zu einer mehr als sechsjährigen Haftstrafe verurteilen, um sich anschließend als Kronzeugin anzubieten und als mutmaßliche Mittäterin die Mutter und den Stiefvater ihrer Lebensgefährtin umso glaubwürdiger belasten zu können.
Mutter und Stiefvater der jungen Frau wurden unter anderem auch wegen der Aussage der nun angeklagten früheren Lebensgefährtin 2022 angeklagt und in einem ersten Strafprozess im Juni 2023 zu langen Haftstrafen und teils zusätzlich Sicherungsverwahrung verurteilt. Der Bundesgerichtshof hob die Urteile später auf. In einem weiteren Prozess wurden die Mutter und der Stiefvater im September 2024 rechtskräftig von allen Vorwürfen freigesprochen, die sich inzwischen als unwahr herausgestellt hatten.
Im Zentrum des als potenzieller Justizskandal bekanntgewordenen Falls steht eine junge Frau aus Goslar, die nach eigenen Angaben über lange Zeit von einem angeblichen organisierten Täterring sexuell missbraucht und sadistisch gequält wurde. Zu diesem sollten unter anderem auch ihre Mutter und ihr Stiefvater gehören. Laut Staatsanwaltschaft ging es ihr zunächst um Erzeugung von Aufmerksamkeit gegenüber Therapeuten und Betreuern. Später belastete sie ihre Verwandten auch bei Ermittlern.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft kooperierte die junge Frau dabei ab 2020 eng mit ihrer nun angeklagten früheren Lebensgefährtin. Beide lernten sich demnach Ende 2020 bei einem gemeinsamen Klinikaufenthalt kennen und wurde ein Paar. Die heute 32-Jährige glaubte demnach die Geschichten von dem sadistischen Täterring "uneingeschränkt" und entwickelte gemeinsam mit ihrer Freundin die Idee, sich selbst als Täterin zu bezichtigen und gemeinsam mit ihr Beweise zu inszenieren.
In der Folge wurde sie auf Grundlage eines falschen Geständnisses selbst verurteilt und belastete als angebliche Mittäterin die Mutter und den Stiefvater ihrer Partnerin in Vernehmungen wahrheitswidrig schwer. Sie sei bereit gewesen, sich "für diese aufzuopfern", erklärte die Staatsanwaltschaft am Dienstag. Gemeinsames Ziel der beiden Frauen sei dabei eine Inhaftierung der Mutter und des Stiefvaters gewesen.
Die beiden Beschuldigten saßen nach Angaben der Staatsanwaltschaft 684 Tage, also fast zwei Jahre, unschuldig in Untersuchungshaft. Gegen ihre Tochter beziehungsweise Stieftochter, die vor Gericht als Nebenklägerin auftrat, wird wegen der falschen Vorwürfe demnach gesondert ermittelt.
F.Pedersen--AMWN