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Neue Wege: Bremer Verfassungsschutz warnt auf digitalen Werbetafeln vor Bedrohungen
Der Bremer Verfassungsschutz warnt ab sofort auf digitalen Werbetafeln im öffentlichen Raum vor aktuellen Bedrohungen durch Desinformation und Extremismus. "Bremen geht damit einen neuen Weg in der Sicherheitskommunikation", erklärte Innensenatorin Eva Hoegl (SPD) am Mittwoch in der Hansestadt zum offiziellen Start des Projekts. Den Anfang macht demnach eine Warnung vor Phishingkampagnen durch ausländische Geheimdienste.
"Bedrohungen wie Phishing durch fremde Nachrichtendienste sind real und treffen Menschen mitten im Alltag - wir informieren deshalb dort, wo Menschen sind, nicht nur im Internet oder in Fachmedien", erklärte Hoegl. Laut Innenbehörde kooperiert der Landesverfassungsschutz dabei mit dem Werbeunternehmen Ströer, das digitale Anzeigentafeln unter anderem an vielbefahrenen Straßen oder ÖPNV-Haltestellen betreibt.
Die Informationen sollen demnach "anlassbezogen" in Ansprache mit dem Bundesamt für Verfassungsschutz und der Bremer Polizei eingespielt werden. Geplant seien bereits "weitere Kampagnen zu Desinformation, hybriden Bedrohungen und aktuellen Entwicklungen im Extremismus".
Durch Phishingversuche versuchen Kriminelle oder Geheimdienste, an Informationen oder sensible Daten wie Passwörter zu kommen. Dabei werden potenzielle Opfer unter einem Vorwand kontaktiert, wobei sich die Angreifer etwa als Servicemitarbeiter von Softwareunternehmen ausgeben. Ziele sind laut Sicherheitsbehörden unter anderem Behörden- und Unternehmensvertreter aus dem politischen und militärischen Bereich.
D.Moore--AMWN