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Zweiter Patient in Bayern an seltenem Bornavirus gestorben
Im oberbayerischen Pfaffenhofen an der Ilm ist auch der zweite mit dem seltenen Bornavirus infizierte Patient gestorben. Der Mann starb in der Nacht zu Montag auf einer Intensivstation, sagte eine Sprecherin des Landratsamts am Dienstag. Bereits Anfang Juni war die Infektion des Manns wie auch der Todesfall eines ersten Infizierten bekannt geworden.
Sogenanntes Virusreservoir ist laut Behörden die Feldspitzmaus. Infizierte Mäuse scheiden das Virus demnach etwa über Kot, Urin und Speichel aus, ohne selbst zu erkranken. Eine Übertragung auf Menschen könne nach aktuellem Forschungsstand durch Kontakt zu infizierten Tieren oder deren Ausscheidungen erfolgen. Der genaue Übertragungsweg sei aber nicht bekannt. Die Behörden empfahlen, den Kontakt zu den Mäusen und deren Ausscheidungen zu vermeiden.
Dem für Tiergesundheit zuständigen Friedrich-Loeffler-Institut zufolge kommt das Virus in weiten Teilen Bayerns in Feldspitzmäusen vor. Seit Einführung der Meldepflicht zum 1. März 2020 wurden dem Robert-Koch-Institut bis zu sieben akute Infektionsfälle pro Meldejahr in Deutschland übermittelt. Das Virus wurde erst 2018 als Ursache schwerer Gehirnentzündungen beim Menschen identifiziert.
A.Jones--AMWN