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Italienischer Luxusmodehersteller Prada übernimmt Rivalen Versace
Der italienische Luxusmodehersteller Prada hat die Übernahme des Konkurrenten Versace angekündigt. Der Mailänder Konzern sprach am Donnerstag von einer "endgültigen Vereinbarung" mit dem derzeitigen Eigentümer der Marke Versace, dem US-Konzern Capri Holdings. Der Kaufpreis liegt demnach bei 1,25 Milliarden Euro (1,38 Milliarden Dollar). "Wir freuen uns, Versace in der Prada-Gruppe willkommen zu heißen", erklärte Konzernchef Patrizio Bertelli.
Capri Holdings hatte Versace 2018 für 1,83 Milliarden Euro (damals 2,1 Milliarden Dollar) übernommen. Das Modehaus befand sich damals zu 80 Prozent im Besitz der Gründerfamilie, ein Anteil von 20 Prozent gehörte dem US-Fonds Blackrock. Angeschlagen wegen der Krise auf dem Luxusgütermarkt und jüngst den Erhöhungen der US-Zölle musste der US-Konzern nun einen erheblichen Preisabschlag akzeptieren.
Die "Financial Times" berichtete, dass Prada und Capri ursprünglich einen Kaufpreis von 1,6 Milliarden Dollar anivisiert hätten, dieser in den vergangenen Tagen und auch wegen des Chaos an den Märkten wegen der US-Handelspolitik aber noch herunter gehandelt worden sei.
Durch den Zusammenschluss der beiden legendären Marken entsteht ein italienischer Luxusgüterkonzern mit einem Umsatz von über sechs Milliarden Euro, der sich zunehmend mit den französischen Branchenriesen LVMH und Kering messen lassen kann. In den vergangenen Jahren waren es stets die französischen Wettbewerber, die sich italienische Marken wie Gucci, Fendi oder Bottega Veneta einverleibten.
Versace war jahrzehntelang ein Familienunternehmen. Nach der Ermordung des Gründers Gianni Versace 1997 hatte seine Schwester Donatella Versace die Unternehmensführung übernommen. Ende März hörte sie als Kreativdirektorin des Modekonzerns auf.
S.F.Warren--AMWN