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US-Auslandssender Voice of America kann Arbeit offenbar bald wieder aufnehmen
Der US-Auslandssenders Voice of America (VOA) kann ab der kommenden Woche offenbar wieder seinen Betrieb aufnehmen. Ein Anwalt des Justizministeriums habe in einer E-Mail erklärt, dass die für Auslandssender zuständige US-Behörde USAGM damit rechne, dass die VOA-Mitarbeiter ab der kommenden Woche schrittweise ihre Arbeit fortsetzen, schrieb der nationale Chefkorrespondent des Senders, Steve Herman, im Onlinedienst X.
Auch die Organisation Reporter ohne Grenzen erklärte, ihre Anwälte seien vom Justizministerium darüber informiert worden, dass die Mitarbeiter des Senders zur Arbeit zurückkehren dürften. USAGM habe die E-Mail-Konten von 1406 Mitarbeitern der Behörde und von VOA freigeschaltet. USAGM gehe davon aus, dass die Mitarbeiter ab der kommenden Woche zu ihren Arbeitsplätzen zurückkehren könnten, hieß es weiter. Mit einer Wiederaufnahme der VOA-Sendungen werde ebenfalls für kommende Woche gerechnet.
Zwei VOA-Mitarbeiter erklärten am Samstag, dass ihre gesperrten Arbeits-E-Mail-Konten wieder freigeschaltet worden seien. Eine offizielle Mitteilung, dass sie zur Arbeit zurückkehren können, hätten sich jedoch noch nicht erhalten.
VOA war seit der Anordnung von US-Präsident Donald Trump zu drastischen Kürzungen bei USAGM nicht mehr auf Sendung. USAGM beaufsichtigt VOA und andere Sender wie Radio Free Asia und verteilt Bundesmittel für deren Betrieb. Die Auslandssender haben das Ziel, Menschen in Ländern ohne oder mit eingeschränkter Pressefreiheit zu erreichen.
Die Sender verfügen über redaktionelle Vorkehrungen, die trotz der Finanzierung durch die US-Regierung ihre Unabhängigkeit garantieren. Dies sorgt im Lager des Präsidenten, der seit langem gegen Medien wettert, für Ärger.
D.Kaufman--AMWN