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Französischer Rapper Koba LaD wegen fahrlässiger Tötung zu sechs Jahren Haft verurteilt
Der mehrfach vorbestrafte französische Rapper Koba LaD ist wegen fahrlässiger Tötung bei einem Autounfalls zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht in der Pariser Vorstadt Créteil sah am Mittwoch die Schwere der Straftat durch die überhöhte Geschwindigkeit und den Konsum von Cannabis als erwiesen an. Dem 25-Jährigen wurde zudem der Führerschein entzogen - seine Prüfung darf er laut Gerichtsurteil frühestens in zehn Jahren wiederholen.
Der Rapper war mit einem Luxus-Sportwagen mit überhöhter Geschwindigkeit auf einer Tankstellenausfahrt in einen stehenden Lastwagen hineingefahren. Ein auf dem Beifahrersitz sitzender Freund kam ums Leben, dessen hinten sitzende Freundin wurde leicht verletzt.
Koba LaD, der mit bürgerlichem Namen Marcel Loutarila heißt, wurde nach dem Unfall positiv auf Cannabis getestet. Die Verteidigung hatte argumentiert, dass die nachgewiesene Menge so gering gewesen sei, dass er nicht davon beeinträchtigt gewesen sei. Der Cannabis-Konsum habe etwa zehn Tage zurückgelegen, erklärte sein Anwalt Arthur Vercken.
Koba LaD befindet sich bereits in Haft. Er war im Januar zu 15 Monaten Haft verurteilt worden, weil er sich mit seinem früheren Manager geprügelt hatte. Zuvor war er zu weiteren Gefängnis- und Bewährungsstrafen verurteilt worden, unter anderem wegen Drogenbesitzes, Gewalt in einem Club und wegen eines weiteren Autounfalls. Seine für 2025 angekündigte Tournee wurde abgesagt.
Koba LaD stammt aus der Pariser Vorstadt Saint-Denis, seine Eltern kommen aus der Republik Kongo. Mit seinem Debütalbum "VII" schaffte er es 2018 in die Top Ten in Frankreich.
kas
M.Fischer--AMWN