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Prozess gegen US-Rapper Combs: Geschworene beraten über Urteil
Im New Yorker Prozess gegen den US-Rapper Sean "Diddy" Combs haben nun die Geschworenen das Wort. Sie zogen sich am Montag zur Beratung zurück, wie eine AFP-Reporterin berichtete. Bei einer Verurteilung droht dem 55-jährigen Musiker eine lebenslange Haftstrafe.
Die Staatsanwaltschaft wirft Combs vor, Frauen sexuell missbraucht und mit Drohungen und Gewalt zur Teilnahme an Drogen- und Sex-Partys genötigt zu haben. Combs bestreitet dies. Sein Verteidiger Marc Agnifilo hatte am Freitag in seinem Schlussplädoyer gesagt, den Klägerinnen gehe es nicht um Gerechtigkeit, sondern um Geld.
Der Anklage zufolge nutzte Combs dagegen "Macht, Gewalt und Angst, um zu bekommen, was er wollte". Er habe auf das Schweigen und die Scham seiner Opfer gesetzt, um seine Verbrechen zu vertuschen, hatte die Staatsanwaltschaft betont.
Der Prozess hatte vor knapp zwei Monaten begonnen. Insgesamt sagten 34 Zeugen aus, darunter Combs' Ex-Freundin Casandra "Cassie" Ventura. Die Sängerin hatte den bekannten Musiker und Produzenten bereits 2023 wegen jahrelanger Misshandlungen und Vergewaltigung verklagt. Beide einigten sich kurz darauf auf einen außergerichtlichen Vergleich, Ventura bekam 20 Millionen Dollar (17 Millionen Euro).
Bei einem Schuldspruch könnte Combs' Strafe bis hin zu lebenslanger Haft reichen. Doch auch bei einem Freispruch würde ihm weitere Strafverfolgung drohen. Vergangene Woche reichten weitere mutmaßliche Opfer des Rappers Klage ein - darunter auch Männer.
T.Ward--AMWN