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Palästinenser: Neun Tote bei Einsatz der israelischen Armee im Westjordanland
Bei einem Einsatz der israelischen Armee am Mittwoch im besetzten Westjordanland sind nach palästinensischen Angaben mindestens neun Palästinenser getötet worden. Rund 80 weitere Palästinenser hätten Schusswaffenverletzungen erlitten und seien in Krankenhäuser eingeliefert worden, teilte das palästinensische Gesundheitsministerium mit. Die Toten waren demnach im Alter zwischen 23 und 72 Jahren.
Die israelischen Streitkräfte bestätigten den Einsatz in der Stadt Nablus, machten dazu aber zunächst keine weiteren Angaben. Ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP vor Ort berichtete, dass der Einsatz nach drei Stunden beendet war.
Der AFP-Reporter hatte zuvor beobachtet, dass israelische Soldaten im Zentrum von Nablus Tränengasgranaten in Richtung junger Palästinenser abfeuerten. Diese schleuderten Steine auf Militärfahrzeuge und setzten Reifen in Brand.
Die israelische Armee hat seit fast einem Jahr ihre Einsätze im Norden des Westjordanlands verstärkt. Dabei fahndet sie nach militanten Palästinensern, die "terroristischer" Aktivitäten verdächtigt werden.
Die Städte Nablus und Dschenin in dem von Israel besetzten Palästinensischen Gebiet sind von diesen Razzien besonders betroffen. Die beiden Städte sind Bastionen bewaffneter palästinensischer Gruppen.
Bei einem Armee-Einsatz in Nablus im Oktober waren fünf Palästinenser getötet worden. Der damalige Einsatz richtete sich gegen die Gruppierung Höhle des Löwen, die für eine Serie von Angriffen auf israelische Zivilisten und Soldaten verantwortlich gemacht wurde.
D.Moore--AMWN