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Mehr als 80 Menschen von Flüchtlingsboot bei Kanarischen Inseln gerettet
Spanische Rettungskräfte haben mehr als 80 Menschen von einem Flüchtlingsboot in der Nähe der Kanarischen Inseln gerettet. Ein Mann sei bei der Überfahrt gestorben und tot geborgen worden, teilte der spanische Seenotrettungsdienst Salvamento Marítimo am Dienstag mit. Das Boot war nach Angaben der Rettungskräfte am frühen Dienstagmorgen ganz in der Nähe der spanischen Insel Gran Canaria gesichtet worden.
Die 84 Geretteten wurden den Angaben zufolge in den Hafen von Arguineguín auf Gran Canaria gebracht. An Bord des Flüchtlingsbootes befanden sich demnach eine Frau und ansonsten ausschließlich Männer.
Die zu Spanien und damit zur EU gehörenden Kanarischen Inseln sind seit Jahren ein Ziel von Flüchtlingen. Startpunkte der Boote sind unter anderem Marokko, die Westsahara, Mauretanien und sogar Senegal, das rund 1500 Kilometer von der Inselgruppe entfernt liegt. Dazwischen liegt der Atlantische Ozean mit starken Strömungen.
Nach Zunahme der Kontrollen auf der Flüchtlingsroute über das Mittelmeer nach Europa stieg die Anzahl der Atlantiküberquerungen ab Ende 2019. Von Januar bis Mitte Juli 2023 haben Zahlen des spanischen Innenministeriums zufolge mehr als 7500 Migranten die Kanarischen Inseln per Boot erreicht. Insgesamt erreichten Spanien im selben Zeitraum etwa 14.000 Migranten.
A.Malone--AMWN