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FC Bayern: Eberl und Dreesen verlängern bis 2029
Der FC Bayern baut auch in Zukunft auf seine Führung mit Max Eberl und Jan-Christian Dreesen: Der mächtige Münchner Aufsichtsrat gab am Dienstag grünes Licht für eine Vertragsverlängerung bis 2029. Die bisherigen Verträge von Sportvorstand Eberl und Vorstandschef Dreesen wären 2027 ausgelaufen. "Das Vertrauen des Aufsichtsrats ist ein wertvolles Zeichen, über das ich mich sehr freue", ließ Eberl mitteilen, Dreesen sagte: "Wir haben noch viel vor."
"Kontinuität sorgt für Orientierung, Stabilität verschafft Stärke: Beides brauchen wir, um den FC Bayern auf höchstem Niveau konsequent weiterzuentwickeln. Mit Jan-Christian Dreesen, Max Eberl und Rouven Kasper ist unser Vorstand hervorragend aufgestellt, um den FC Bayern sportlich wie wirtschaftlich weiter voranzubringen und seine Spitzenposition in Europa zu behaupten", sagte Vereinspräsident und Aufsichtsratschef Herbert Hainer nach der turnusmäßigen Sitzung des Gremiums in der Allianz Arena am Dienstagabend.
Schon vor dem Treffen hatte Hainer betont: "Wenn man sich die letzte Saison anguckt: Wir haben das Double gewonnen, wir waren im Champions-League-Halbfinale, wir werden wirtschaftlich auch wieder ein gutes Jahr haben. Wir sind mit der Arbeit des Vorstands sehr zufrieden."
Gerade bei Eberl, der im März 2024 die Nachfolge von Hasan Salihamidzic angetreten hatte, gab es in den letzten Monaten immer wieder Spekulationen um eine Fortsetzung seiner Tätigkeit. Ehrenpräsident Uli Hoeneß hatte die Chancen auf einen Verbleib des 52-Jährigen noch im Mai auf "60:40" taxiert, zuletzt war der Vereinspatron aber zurückgerudert und hatte von "100 Prozent" gesprochen.
Eberl war immer wieder mangelnde Kommunikation vorgeworfen worden. Zudem waren ihm von den Bossen gerade im Sommer 2025 seine Ein- und Verkaufspolitik sowie zu teure Vertragsverlängerungen (Alphonso Davies, Dayot Upamecano, Jamal Musiala) vorgehalten worden. In dieser Transferperiode erledigte Eberl seine Hausaufgaben aber offenbar zur vollen Zufriedenheit aller. Hoeneß schwärmte nach den Verpflichtungen von Ismael Saibari und Nathaniel Brown sowie diversen Abgängen gar von einer "perfekten Transferperiode".
Dreesen (58) hatte den Vorstandsvorsitz im Mai 2023 von Oliver Kahn übernommen. Unter seiner Führung blieb der FC Bayern trotz "stürmischer Zeiten und eines Transfermarkts, der neue Dimensionen erreicht hat" (Dreesen) wirtschaftlich stabil. Das Geschäftsjahr 2024/25 hatte der Klub mit einem Rekordumsatz von 978,3 Millionen Euro abgeschlossen. Der FC Bayern überlegt dennoch, noch einmal fünf Prozent seiner Anteile für 250 Millionen Euro an Viessmann zu verkaufen.
Offen ist noch die Zukunft von Sportdirektor Christoph Freund, dessen Vertrag ebenfalls 2027 ausläuft. Über dessen Vertragsverlängerung entscheidet der Vorstand. Die Zeichen sollen jedoch positiv sein.
J.Williams--AMWN