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Armenien bereit für die Aufnahme von 40.000 Familien aus Berg-Karabach
Armenien stellt sich laut Regierungschef Nikol Paschinjan auf die Ankunft zehntausender Flüchtlinge aus der Region Berg-Karabach ein. "Wir haben Zimmer in Hotels reserviert, Unterkünfte vorbereitet", sagte Paschinjan am Donnerstag in einer Fernsehansprache. "Wir haben Vorbereitungen getroffen, um mehr als 40.000 Familien aufzunehmen", fügte er hinzu.
Aserbaidschan hatte am Dienstag einen groß angelegten Militäreinsatz in Berg-Karabach gestartet, das überwiegend von Armeniern bewohnt wird und rund 120.000 Einwohner hat. Am Mittwoch erklärten die De-facto-Behörden der umstrittenen Region ihre Bereitschaft für eine Waffenruhe und Verhandlungen über eine Wiedereingliederung von Berg-Karabach in Aserbaidschan.
Paschinjan sagte, die Waffenruhe werde im Allgemeinen eingehalten, es gebe nur vereinzelte Verstöße. Er sehe "keine direkte Bedrohung" für Zivilisten in Berg-Karabach.
Berg-Karabach gehört völkerrechtlich zu Aserbaidschan, in dem Gebiet leben aber überwiegend Armenier. 1991 hatte sich Berg-Karabach nach einem international nicht anerkannten und von der aserbaidschanischen Minderheit boykottierten Referendum für unabhängig erklärt. Aserbaidschan und Armenien streiten seit dem Zerfall der Sowjetunion um die Enklave und hatten sich deshalb bereits zwei Kriege geliefert, zuletzt im Jahr 2020.
C.Garcia--AMWN