-
Fünfzehn Jahre nach dem NSU bleiben Fragen zu Unterstützern offen
-
Spanischer Fußballer Jesús de Miguel stirbt nach Kollision
-
Hakeem Jeffries steht vor dem Aufstieg zum mächtigsten Demokraten im Kongress
-
Demokraten gewinnen in Texas Senatssitz und Gouverneursamt
-
Demokraten erobern bei US-Zwischenwahlen beide Kongresskammern
-
Abdul El-Sayed gewinnt Senatssitz in Michigan und schreibt Geschichte
-
Trump signalisiert nach Midterms Gesprächsbereitschaft mit den Demokraten
-
Wer immer funktioniert, muss nicht noch besser werden
-
Letzte Funksprüche zeigen Kontrollverlust vor Learjet-Absturz in Florida
-
Der Begriff „migrantisches Milieu“ belebt die Stadtbild-Debatte neu
-
Europas digitale Finanzinfrastruktur soll unabhängiger und robuster werden
-
Raiffeisen Bank International muss den geplanten Addiko-Deal neu strukturieren
-
Dobrindts Äußerung über „Chaoten“ löst Kritik von Grünen und Linken aus
-
Mehr als 1000 Berliner SPD-Mitglieder wenden sich gegen Rot-Grün-Rot um jeden Preis
-
Sachsen-Anhalts CDU ringt um Konsequenzen aus einem umstrittenen Papier
-
Niko Ilicevic stellt mit 16 Jahren den Bundesliga-Altersrekord ein
-
Der Berliner Gendarmenmarkt erzählt von französischer Einwanderung und Wandel
-
Kapstadts Konflikt mit Pavianen verschärft sich in wohlhabenden Vororten
-
NFL-Katastrophenangst: Helikopter fliegt direkt in Feuerwerk
Sicherheitsvertreter: Nummer zwei der Hamas bei israelischem Angriff getötet
Die Nummer zwei der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas ist am Dienstag nach Angaben mehrerer Quellen bei einem Israel zugeschriebenen Drohnenangriff in einem Vorort von Beirut getötet worden. Das gaben zwei libanesische Sicherheitsvertreter und die islamistische Palästinenserorganisation Hamas am Abend bekannt. Die israelische Armee bestätigte den Angriff zunächst nicht und erklärte, "die Informationen ausländischer Medien nicht zu kommentieren".
Neben Saleh al-Aruri seien auch seine Leibwächter bei dem Drohnenangriff getötet worden, erklärten die beiden libanesischen Sicherheitsvertreter. Bislang beschränkten sich die Auseinandersetzungen zwischen der israelischen Armee und der libanesischen Hisbollah-Miliz - einem Verbündeten der palästinensischen Hamas - auf die Grenzgebiete im Süden des Libanon.
Aruri sei zusammen mit seinen Leibwächtern bei dem Angriff auf das Hamas-Büro am südlichen Stadtrand von Beirut getötet worden, sagte einer der Sicherheitsvertreter der Nachrichtenagentur AFP. Das Gebiet gilt als Hochburg der pro-iranischen Hisbollah-Miliz.
Die Hamas berichtete in ihren offiziellen Medien von der "Ermordung" al-Aruris. "Der Vize-Präsident des Politbüros der Hamas, Scheich Saleh al-Aruri, wurde bei einem zionistischen Angriff in Beirut zum Märtyrer", gab die Hamas auf ihrem offiziellen Fernsehkanal, al-Aksa TV, und ihren anderen Medien bekannt.
Auch zwei Chefs der Essedin al-Kassam-Brigaden, der militärische Flügel der Hamas, seien getötet worden. Weiter hieß es, der Angriff werde "den Widerstand" nicht brechen.
Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur des Libanon wurden bei dem israelischen Angriff insgesamt sechs Menschen getötet. "Die Zahl der Märtyrer ist auf sechs gestiegen", berichtete NNA. Demnach fand zum Zeitpunkt des Angriffs in dem Hamas-Büro ein Treffen von Palästinensergruppen statt. Zunächst hatte die Agentur vier Tote gemeldet.
Ein AFP-Fotograf sah zwei zerstörte Etagen eines Gebäudes sowie beschädigte Fahrzeuge. Demnach wurden Gebäude und Autos in einem Umkreis von etwa hundrt Metern beschädigt.
Der libanesische Regierungschef Nadschib Mikati sprach von einem "israelischen Verbrechen". Er warf Israel laut einer von seinem Büro veröffentlichten Erklärung vor, den Libanon in eine "neue Phase der Konfrontation" hineinziehen zu wollen.
Aruri, den Israel für die Planung zahlreicher Attentate verantwortlich macht, war 2017 zum Stellvertreter von Hamas-Politbüro-Chef Ismail Hanija gewählt worden. Damit wurde er offiziell zur Nummer zwei der islamistischen Organisation.
Nachdem er insgesamt fast 20 Jahre in israelischen Gefängnissen inhaftiert war, war er im Jahr 2010 unter der Bedingung freigelassen worden, ins Exil zu gehen. Seitdem lebte er wie viele andere Hamas-Vertreter im Libanon. Sein leerstehendes Haus im Westjordanland war nach Angaben von Augenzeugen im Oktober von der israelischen Armee mit Sprengstoff zerstört worden.
Israel und die Hamas befinden sich seit fast drei Monaten im Krieg. Auslöser war ein Großangriff der von den USA und der EU als Terrororganisation eingestuften Hamas auf Israel, bei dem am 7. Oktober rund 1140 Menschen getötet und rund 250 weitere als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt wurden.
Als Reaktion auf den Hamas-Großangriff bombardiert Israel seit dem 9. Oktober Ziele im Gazastreifen und begann auch eine Bodenoffensive - mit dem Ziel, die radikalislamische Organisation zu vernichten. Laut jüngsten Angaben des Hamas-Gesundheitsministeriums, die sich nicht unabhängig überprüfen lassen, wurden seitdem mehr als 22.100 Menschen im Gazastreifen getötet. Das israelische Militär meldet seinerseits 173 gefallene Soldaten.
Y.Aukaiv--AMWN