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USA und Verbündete schießen Drohnen über Rotem Meer ab
Die USA und ihre Verbündeten haben erneut mehrere Drohnen über dem Roten Meer und dem Golf von Aden abgeschossen. Die Luftwaffen und Kriegsschiffe der USA und ihrer Verbündeten hätten von Montag bis Dienstagmittag zehn Drohnen vor der Küste des Jemen abgeschossen, teilte das US-Zentralkommando (Centcom) mit.
Ein US-Zerstörer machte demnach am Dienstag eine Anti-Schiffsrakete unschädlich, die in seine Richtung abgeschossen worden sei. Außerdem habe die US-Armee am Montag eine Drohne und einen Raketenwerfer im Jemen zerstört, hieß es in der Centcom-Mitteilung.
Die französische Marine zerstörte zwei Drohnen über dem Roten Meer. Die zwei dort stationierten französischen Fregatten hätten in der Nacht zum Dienstag "mehrere Drohnenangriffe aus dem Jemen" festgestellt und danach zwei Drohnen abgeschossen, erklärte das Verteidigungsministerium in Paris. "Diese Aktionen tragen zur Sicherheit im Seeverkehr vom Suezkanal bis zur Straße von Hormus bei."
Frankreich hat zwei Fregatten in die Region verlegt: Die "Languedoc" und die "Alsace". Im Dezember hatte die "Languedoc" nach Angaben des französischen Außenministeriums bereits zur Selbstverteidigung zwei Drohnen über dem Roten Meer abgeschossen.
Die westlichen Verbündeten können aber nicht alle Angriffe abwehren. Am Montag trafen zwei Anti-Schiffsraketen das Frachtschiff "M/V Sea Champion", das einem US-Unternehmen gehört und unter griechischer Flagge fährt und richteten kleinere Schäden an. Zudem traf eine Drohne das Frachtschiff "M/V Navis Fortuna", das ebenfalls in US-Besitz ist und unter der Flagge der Marshallinseln fährt.
Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen greift seit Beginn des Krieges zwischen Israel und der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas im Oktober regelmäßig Schiffe im Roten Meer an. Die Huthis sehen sich als Teil der gegen Israel gerichteten selbsternannten "Achse des Widerstands", zu der neben der Hamas unter anderen auch die Schiiten-Miliz Hisbollah im Libanon gehört.
Seit Dezember versuchen Kriegsschiffe einer internationalen Koalition unter US-Führung, die für den Welthandel wichtige Route entlang der jemenitischen Küste zu sichern. Am Montag beschlossen auch die EU-Außenminister einen Marineeinsatz zum Schutz der wichtigen Handelsroute.
M.Fischer--AMWN