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USA melden Angriffe auf 15 Ziele der Huthi-Miliz im Jemen
Die USA haben am Freitag 15 Ziele in von den Huthis im Jemen kontrollierten Gebieten angegriffen. Unter den Zielen seien auch "offensive militärische Fähigkeiten" der Miliz gewesen, teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Zentralkommando Centcom in Onlinediensten mit. Die Angriffe seien ausgeführt worden, „um die Freiheit der Schifffahrt zu schützen und die internationalen Gewässer für US-Schiffe, Schiffe der Koalition und Handelsschiffe sicherer zu machen."
Zuvor hatte der von den Huthis betriebene TV-Senders Al-Masirah berichtet, dass vier von der Miliz kontrollierte Städte getroffen worden seien. Er sprach von Angriffen sowohl der USA und als auch von Großbritannien, die auf die Hauptstadt Sanaa, die westliche Hafenstadt Hodeida sowie Dhamar und Mukayras südlich von Sanaa abzielten.
Den durch Al-Masirah verbreiteten Angaben zufolge wurde Sanaa vier Mal angegriffen, Hodeida sieben Mal. Mindestens ein Angriff wurde demnach jeweils gegen Dhamar und Mukayras geflogen. Angaben zu Schäden oder möglichen Opfern machte der Sender nicht. In Sanaa und Hodeida hörten Korrespondenten der Nachrichtenagentur AFP Explosionen.
"Diese Aggression gegen die Hauptstadt und jemenitische Regionen nach den Solidaritätsmärschen für den Libanon und Gaza ist ein verzweifelter Versuch, unser Volk zu terrorisieren", sagte ein Huthi-Anführer bei Al-Masirah. Der Jemen werde sich nicht einschüchtern lassen und "sich dem Feind mit aller Kraft entgegen stellen". In Sanaa demonstrierten am Freitag tausende Menschen, um ihre Solidarität mit Palästinensern und Libanesen zu bekunden.
Am Donnerstag hatte die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz nach eigenen Angaben einen Drohnenangriff auf die israelische Küstenmetropole Tel Aviv verübt. Am Mittwoch hatte sie demnach Marschflugkörper auf Israel abgefeuert.
Israel hatte seinerseits im vergangenen Monat im Jemen angegriffen, wobei fünf Menschen getötet worden waren. Nach israelischen Angaben war der Angriff eine Reaktion auf Raketenbeschuss der Huthis auf den Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv.
Die Huthi-Miliz ist wie die libanesische Hisbollah Teil der vom Iran angeführten "Achse des Widerstands" gegen Israel, der auch die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas im Gazastreifen angehört. Nach der Tötung von Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah bei einem israelischen Luftangriff vor einer Woche hatte die Huthi-Miliz Israel mit weiteren Angriffen gedroht.
Die Gruppe, die seit Jahren große Teile des Jemen kontrolliert, greift zudem immer wieder Schiffe im Roten Meer und im Golf von Aden an, eigenen Angaben zufolge "aus Solidarität" mit den Palästinensern im Gazastreifen. Die USA und Großbritannien attackieren als Reaktion bereits seit Januar Ziele der Huthis im Jemen.
S.F.Warren--AMWN