-
Polizeikreise: "Tausende" Migranten haben Grenze zwischen Marokko und Ceuta gestürmt
-
Zahl der Arbeitslosen steigt im Juli wieder über drei Millionen
-
"Katastrophe": Roland Emmerich erschüttert über Umbau des Weißen Hauses
-
"Politbarometer": Mehrheit findet Kabinettsumbildung gut - AfD weiter vorne
-
Medienbericht: Trump ist "nicht sicher" über Patriot-Lizenzen für die Ukraine
-
Bundestagsvizepräsident Ramelow für Abschaffung der Fünf-Prozent-Hürde
-
Vergütung für Azubis mit Tarifvertrag um 3,9 Prozent gestiegen
-
Fifa hält trotz Kritik an Investoren-Plänen fest
-
Milan-Legende Baresi mit 66 Jahren gestorben
-
Spanien entsendet Soldaten in Exklave Ceuta - Italien fordert Madrids Schengen-Ausschluss
-
"Niemand verkauft den Fußball": FIFA wehrt sich gegen Kritik
-
CDU-Generalsekretärin: Wahlen im Herbst bergen keine Gefahr für Merz' Kanzlerschaft
-
Jesidische Nobelpreisträgerin Murad: Gerechtigkeit kommt "zu langsam"
-
Kretschmer droht mit Stopp von Renten- und Pflegereform im Bundesrat
-
Anthropic meldet "unbefugten Zugriff" von KI-Modellen auf drei Organisationen
-
Trump verkündet Einigung zu "vollständiger Entwaffnung" von Hamas im Gazastreifen
-
Trump: Vereinbarung über "vollständige Entwaffnung" von Hamas im Gazastreifen erzielt
-
Quartalszahlen: Apple und Amazon übertreffen Erwartungen
-
Guterres-Nachfolge bei der UNO: Costaricanerin nach erster Abstimmung vorn
-
Nach Amoklauf des Sohnes in den USA: Vater muss 15 Jahre in Haft
-
Nach Angriff auf Hafen von Damietta: Ägyptens Präsident warnt vor Eskalation
-
Nach UEFA-Drohung: Auch CONCACAF lehnt Investoren-Pläne ab
-
Mehr als 1500 Migranten erreichen spanische Exklave Ceuta - Madrid entsendet Soldaten
-
Olise-Verbleib bei Bayern: "Könnte der Kaiser von China kommen"
-
Zwei Republikaner blockieren Nominierung von Trumps Justizminister Blanche
-
Hoeneß: Eberl bleibt zu "100 Prozent" beim FC Bayern
-
Hoeneß: Wettbewerb ohne Europa "kannst du in die Tonne treten"
-
"Totaler Krieg": Pressestimmen zum angedrohten WM-Boykott
-
Mindestens neun Tote in der Ukraine bei russischen Angriffen
-
Uefa droht mit WM-Boykott wegen Investoren-Plänen der Fifa
-
UN-Sicherheitsrat: Auswahlprozess zu Guterres-Nachfolge hat begonnen
-
Rhein in den Niederlanden nahe deutscher Grenze mit historisch niedrigem Pegel
-
Bericht: Musk plant neue Finanzspritze für Trumps Republikaner vor Kongresswahlen
-
Explosion und großer Krater in Polen: Offenbar russischer Flugkörper eingeschlagen
-
Investoren-Pläne: UEFA will FIFA-Turniere boykottieren
-
Investoren-Pläne: UEFA droht mit Boykott aller FIFA-Turniere
-
Atomstromproduktion in mehreren Ländern wegen niedriger Flusspegel unter Druck
-
Getötete 29-Jährige in Trier: Mann und Frau unter Mordverdacht festgenommen
-
Hitzewelle in Deutschland: Mehr Mittel für Hitzeschutz und Klimaanpassung gefordert
-
DWD: Juli war außergewöhnlich warm und trocken - Gewitter zu Monatsende
-
Millionenschaden bei Brand in historischem Schloss in Sachsen-Anhalt
-
Russland setzt Telegram-Chef Durow auf "Terroristen"-Liste
-
Iran-Krieg: US-Wirtschaft kühlt sich deutlicher ab als erwartet
-
George und Amal Clooney fliehen wegen Waldbrand aus Luxus-Anwesen in Südfrankreich
-
IS-Videos auf Social Media verbreitet: Geldstrafe für Mann in Rheinland-Pfalz
-
Fifa-Pläne zur Fußball-WM: Deutsche Politiker warnen vor Ausverkauf des Sports
-
Mecklenburg-Vorpommern: 19 Parteien mit Landeswahllisten zugelassen
-
Ende des Tankrabatts: Inflation steigt im Juli auf voraussichtlich 2,8 Prozent
-
Nach Anschlag: Berliner CSD-Verein beteiligt sich mit Wagen an Protest in Hamburg
-
Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in erster Grundschulklasse tritt in Kraft
Chef der Übergangsregierung in Syrien ruft zu "Ruhe und Stabilität" auf
Der neue Chef der Übergangsregierung nach dem Sturz des Machthabers Baschar al-Assad in Syrien hat zu "Stabilität und Ruhe" aufgerufen. In einem Interview mit dem Sender Al-Dschasira sagte Mohammed al-Baschir am Dienstag, es sei nun für das Volk an der Zeit, "Stabilität und Ruhe zu genießen" und zu wissen, dass die Regierung die Dienste erbringe, die es brauche. Al-Baschir hatte zuvor im Telegram-Kanal des syrischen Staatsfernsehens erklärt, er sei damit beauftragt worden, bis zum 1. März eine Übergangsregierung zu führen.
Bislang war al-Baschir der Chef der von der islamistischen Miliz Hajat Tahrir al-Scham (HTS) ausgerufenen Regierung in der Rebellenhochburg Idlib im Nordwesten des Landes gewesen. Kämpfer unter Führung der HTS hatten am Wochenende die Hauptstadt Damaskus erobert und den langjährigen Machthaber Assad gestürzt. Der Einnahme der syrischen Hauptstadt war ein rasanter Vormarsch der Milizen durch das Land vorangegangen. Assad, dem Entführung, Folter und Ermordung von Andersdenkenden vorgeworfen wird, floh nach Russland.
HTS-Anführer Abu Mohammed al-Dscholani hatte bereits Gespräche über eine Machtübergabe angekündigt und erklärt, an Folter und Kriegsverbrechen beteiligte hochrangige Ex-Beamte zur Verantwortung zu ziehen. Am Dienstag bemühte er sich, Befürchtungen über die Zukunft Syriens zu beschwichtigen: Dem britischen Sender Sky News sagte er, das Land steuere nicht erneut auf einen Krieg zu.
"Syrien wird wiederaufgebaut werden (...)", sagte al-Dscholani. "Das Land ist auf dem Weg zu Entwicklung und Wiederaufbau. Es geht in Richtung Stabilität." Die Menschen seien "vom Krieg erschöpft", fuhr er fort. "Das Land ist also nicht bereit für einen weiteren und wird auch nicht in einen weiteren geraten."
Die an der Spitze der Assad-Gegner stehende HTS war aus der Al-Nusra-Front, dem syrischen Ableger des Terrornetzwerkes Al-Kaida hervorgegangen, hat nach eigenen Angaben aber seit 2016 keine Verbindungen mehr zu Al-Kaida. Ihr Anführer al-Dscholani präsentiert sich moderat.
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan waren sich laut Bundesregierungssprecher Steffen Hebestreit "einig, dass der Fall des diktatorischen Assad-Regimes eine sehr gute Entwicklung" sei. Es müsse Scholz und Erdogan zufolge nun "darum gehen, dass Syrien eine sichere Heimat für alle Syrer werde, unabhängig von deren ethnischer oder religiöser Zugehörigkeit", erklärte Hebestreit nach einem Telefonat der beiden.
US-Außenminister Antony Blinken forderte alle Nationen dazu auf, einen "inklusiven" politischen Prozess in Syrien zu unterstützen. Die künftige Regierung in Damaskus müsse "glaubwürdig, inklusiv und nicht sektiererisch" sein und verhindern, dass Syrien "als Basis für den Terrorismus" genutzt werde, gab er an.
Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hält zwar keine syrischen Gebiete mehr unter ihrer Kontrolle, ist aber nach wie vor aktiv. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte, IS-Kämpfer hätten 54 Soldaten der Regierung gefangengenommen und getötet.
Der UN-Syrienbeauftragte Geir Pedersen rief die Miliz HTS und ihre Verbündeten auf, ihren "positive Botschaften" der Einheit an das syrische Volk nun Taten folgen zu lassen. Derzeit werde Syrien von einem "Flickenteppich" aus Gruppen kontrolliert. "Es ist wichtig, dass es nicht zu Konflikten zwischen den Gruppen kommt", sagte er.
Indes warnte EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas, Syrien dürfe kein zweites Irak, Libyen oder Afghanistan werden. Konfessionelle Gewalt gelte es ebenso zu verhindern wie ein Wiederaufleben des Extremismus und ein Regierungsvakuum.
Seit dem Beginn pro-demokratischer Proteste im Jahr 2011, die zum Bürgerkrieg in Syrien führten, starben nach einer Schätzung der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte aus dem Jahr 2022 rund 100.000 Menschen in syrischen Gefängnissen, viele von ihnen durch Folter.
In einem Krankenhaus in der Nähe von Damaskus entdeckten islamistische Kämpfer nach eigenen Angaben am Montag etwa 40 Leichen mit Folterspuren. Der Nachrichtenagentur AFP liegen dutzende Fotos und Videoaufnahmen von Leichen vor, die Spuren von Folter aufweisen, darunter ausgestochene Augen und fehlende Zähne und Blutergüsse.
Derweil weitete Israel seine Luftangriffe auf das Nachbarland massiv aus. Nach eigenen Angaben flog die israelische Armee seit Sonntag bereits rund 480 Luftangriffe auf militärische Ziele in Syrien. Die Armee habe "einen Großteil der strategischen Waffenlager" in Syrien ins Visier genommen und "verhindert, dass sie Terroristen in die Hände fallen".
Zuvor hatte Israels Verteidigungsminister Israel Katz erklärt, die Marine seines Landes habe in der Nacht auf Dienstag "mit großem Erfolg die syrische Flotte zerstört". Ministerpräsident Benjamin Netanjahu warnte die neuen syrischen Machthaber davor, ein Wiedererstarken des iranischen Einflusses in Syrien zuzulassen.
Unter Assad war Syrien ein wichtiger Bestandteil der vom Iran angeführten "Achse des Widerstands" gegen Israel, zu der auch die Hisbollah-Miliz im Libanon und die Hamas im Gazastreifen gehören. "Wir hoffen, dass sich (...) entschieden gegen die israelische Besatzung stellt und gleichzeitig eine ausländische Einmischung in seine Angelegenheiten verhindert", erklärte die Hisbollah am Dienstag.
M.Fischer--AMWN