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NGO: Weltweit Ende 2024 mehr als 360 Journalisten in Haft
Ende 2024 sind einer Nichtregierungsorganisation zufolge weltweit 361 Journalisten inhaftiert gewesen. Diese Schätzung "sollte ein Alarmsignal sein", erklärte das in New York ansässige Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) am Donnerstag. Es ist der höchste Wert seit 2022, als 370 inhaftierte Journalisten gezählt worden waren.
Am 1. Dezember seien in China 50 Journalisten in Haft gewesen, 43 in Israel und 35 in Myanmar, hieß es weiter. Es folgen Belarus mit 31 und Russland mit 30 inhaftierten Journalisten. Der am stärksten betroffene Kontinent ist den Angaben zufolge Asien.
Wegen der "umfassenden Zensur" sei es für China schwierig, eine exakte Zahl zu ermitteln, hieß es vom CPJ. Die Organisation wies auf die steigende Zahl inhaftierter Journalisten in Hongkong hin.
Israel, das über ein demokratisches Mehrparteiensystem verfügt, landete wegen des Kriegs gegen die islamistische Hamas im oberen Bereich der CPJ-Liste. Das Land habe versucht, die Berichterstattung aus den palästinensischen Gebieten zum Schweigen zu bringen.
"Einem Anstieg der Angriffe auf Journalisten geht fast immer ein Anstieg der Angriffe auf andere Freiheiten voraus - die Freiheit, Informationen zu veröffentlichen und zu erhalten, die Freiheit, sich zu versammeln und frei zu bewegen, die Freiheit zu protestieren", erklärte CPJ-Geschäftsführerin Jodie Ginsberg.
F.Bennett--AMWN