-
CDU-Politiker Bilger soll neuer Bundesverkehrsminister werden
-
"Unwürdig": Minister Schnieder wirft nach Wirbel um Kabinettsumbildung hin
-
Brände in Frankreich und Spanien wüten weiter - 300.000 Menschen evakuiert
-
Blutiger Angriff auf CSD in Berlin: Behörden gehen von islamistischem Anschlag aus
-
"Unwürdiger Zustand": Verkehrsminister Schnieder will Merz um Entlassung bitten
-
Berliner Justiz bestätigt: Mutmaßlicher CSD-Angreifer wollte zu IS-Miliz nach Syrien
-
Spaniens König Felipe VI. besucht durch Waldbrände Vertriebene
-
Guterres fordert bei Besuch in Damaskus Ende aller Syrien-Sanktionen
-
Messerstiche und Schüsse mit Schreckschusswaffe: Ein Toter nach Streit in Hamburg
-
"Kriegserklärung" gegen Gesellschaft: CSD-Angriff löst Debatte über Konsequenzen aus
-
Bundesliga prüft Angebot von US-Investor
-
Weltmeister Norris siegt in Ungarn - Antonelli Dritter
-
Viele neue Unesco-Welterbestätten: Auch Wohnsiedlung der Moderne in Berlin dabei
-
Merz richtet Appell an queere Gemeinschaft: "Lassen Sie sich nicht einschüchtern"
-
Tödliche Attacke bei CSD in Berlin: Behörden gehen von islamistischem Anschlag aus
-
Kiew: Russland will weitere 30.000 Soldaten aus Nordkorea für Ukraine-Krieg
-
"Das kann mal passieren": Söder verteidigt Merz gegen Kritik wegen Kabinettsumbildung
-
Korpatsch feiert Heimsieg in Hamburg
-
Zwei Nächte in Folge keine US-Angriffe im Iran: Teheran stoppt seine Attacken
-
Bericht: Tatverdächtiger des CSD-Anschlags seit Jahren als Gefährder bekannt
-
Sensationelles Gold in Hongkong: Eifler wird Fecht-Weltmeisterin
-
Dobrindt stuft Bluttat beim Berliner CSD als "islamistischen Terroranschlag" ein
-
Brände in Frankreich und Spanien zwingen insgesamt mehr als 300.000 Menschen zur Flucht
-
Kubicki wirft Bundesregierung "Hilflosigkeit" im Umgang mit Islamismus vor
-
"Willkür" und "Dilettantismus": Unmut in der CDU über Kanzler Merz wächst
-
Mutmaßlicher Anschlag beim CSD Berlin: Ermittler fahnden nach 21-Jährigem
-
Anfang Oktober: Malaysia kehrt in den Formel-1-Kalender zurück
-
Brände in Frankreich: Flammen kommen bis 15 Kilometer an Großraum Bordeaux heran
-
Kevric meldet sich zurück: Zwei DM-Titel nach langer Leidenszeit
-
Waldsiedlung Zehlendorf in Berlin in Unesco-Welterbeliste aufgenommen
-
Polizisten an Bahnhöfen in Einsatz: Großfahndung nach Bluttat bei Berliner CSD
-
Debatte über Gefahr durch Islamismus nach Gewalttat beim Berliner CSD
-
Kleinflugzeug stürzt auf Dach von Wohnhaus: Zwei Tote in Niedersachsen
-
Junge-Union-Chef spricht nach CSD-Bluttat von "Kriegserklärung" des Islamismus
-
Steinmeier verurteilt CSD-Bluttat als "Angriff auf offene Gesellschaft"
-
Während Besitzerin Einkäufe auslädt: 77-Jährige fährt mit fremdem Auto davon
-
Beach Pro Tour: Winter/Huster verlieren Finale in Shangluo
-
Justizministerin: Generalbundesanwalt könnte Ermittlung zu CSD-Bluttat übernehmen
-
Massenkarambolage an Stauende: Mehr als 30 Verletzte auf Autobahn in Thüringen
-
"Angriff auf Gesellschaft": Politik reagiert erschüttert auf Bluttat bei CSD
-
86-Jährige auf Energiesparmission: Taschenlampenschein löst Polizeieinsatz aus
-
Vertrag mit russischem Wettanbieter: Pirlo-Deal gerät ins Wanken
-
Behörden: Waldbrand in der französischen Gironde breitet sich weiter "rasch" aus
-
Ermittlungen gegen Soldaten im Zusammenhang mit Evakuierungsmission in Afghanistan
-
"Tut extrem weh": Funk Vierte im Kayak Cross
-
Taifun "Noul" trifft in China auf Land
-
"Verdacht eines Anschlags" beim CSD Berlin: Ermittler fahnden nach 21-Jährigem
-
Todesfahrt bei CSD in Berlin - Mutmaßlich islamistischer Tatverdächtiger
-
Bericht: Fast jeder zweite Rentner muss Steuern nachzahlen
-
Mutmaßlich islamistischer Tatverdächtiger nach Angriff auf CSD identifiziert
Israel und Hamas werfen sich gegenseitig Gefährdung der Waffenruhe vor
Nach der siebten Geiselfreilassung am Samstag hat Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu die "demütigenden" Hamas-Inszenierungen angeprangert und die geplante Freilassung palästinensischer Häftlinge vorerst gestoppt. Es sei entschieden worden, die für Samstag geplante "Freilassung von Terroristen zu verschieben, bis die Freilassung der nächsten Geiseln ohne demütigende Zeremonien sichergestellt ist", teilte Netanjahus Büro am Sonntag mit. Die radikalislamische Hamas warf Israel eine Gefährdung der Waffenruhe vor.
Als Grund für den Aufschub nannte Netanjahus Büro "wiederholte Verstöße" der Hamas. Dies seien "insbesondere die erniedrigenden Zeremonien und der zynische Missbrauch der Geiseln zu Propagandazwecken".
Die Hamas hatte am Samstag sechs von ihr als Geiseln im Gazastreifen festgehaltene Menschen freigelassen. Am Morgen übergaben die Islamisten zunächst in Rafah den äthiopisch-stämmigen Israeli Avera Mengistu und den österreichisch-israelischen Doppelstaatler Tal Shoham, später folgte die Freilassung von Eliya Cohen, Omer Shem Tov und Omer Wenkert in Nuseirat. Eine sechste Geisel, der israelische Beduine Hischam al-Sajed, wurde schließlich in einer nicht öffentlich inszenierten Übergabe freigelassen.
Vor ihrer Freilassung wurden die Geiseln am Samstag in Rafah wie auch in Nuseirat von vermummten Hamas-Kämpfern auf Bühnen vorgeführt und von diesen gezwungen, den dort ebenfalls versammelten schaulustigen Zivilisten zuzuwinken. Das Spektakel wurde begleitet von einem Großaufmarsch schwerbewaffneter Hamas-Kämpfer.
Den Geiseln wurden auf einer Bühne als "Zertifikate" gekennzeichnete Schreiben auf Hebräisch ausgehändigt. Anschließend mussten sie sich auf der Bühne öffentlich äußern. Erst dann wurden sie zu Fahrzeugen des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) eskortiert. Das IKRK übergab die Freigelassenen schließlich in israelische Obhut.
Derweil zwang die Hamas zwei weitere Geiseln, die weiterhin gefangen gehalten werden, sich die Geisel-Übergaben als Zuschauer anzusehen. In einem von den Islamisten veröffentlichten Video sind Evyatar David und Guy Gilboa-Dalal zu sehen, die am 7. Oktober 2023 bei dem Hamas-Überfall auf das Nova-Festival entführt worden waren.
In der Aufnahme ist zu sehen, wie die beiden jungen Männer Netanjahu anflehen, ihre Freilassung zu erwirken. "Wir wollen nur, dass es aufhört", sagen sie. Das Forum der Geiselfamilien verurteilte das Video und bezeichnete das Verhalten der Hamas als eine "besonders ekelerregende Demonstration von Grausamkeit".
Eigentlich sollte Israel im Gegenzug im Rahmen des geltenden Waffenruhe-Abkommens am Samstag rund 620 palästinensische Häftlinge aus israelischen Gefängnissen freilassen - darunter auch dutzende Inhaftierte, die zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt worden waren. Kurz nach der Geisel-Übergabe erklärte Netanjahus Büro am Sonntag jedoch, die geplante Freilassung palästinensischer Häftlinge vorerst zu pausieren.
Gegenüber der Nachrichtenagentur AFP erklärte der hochrangige Hamas-Vertreter Bassem Naim am Sonntag, Israel setze durch sein Handeln "das gesamte Abkommen großer Gefahr" aus. Naim rief die Vermittler in dem Konflikt, "insbesondere die USA", dazu auf, Israel dazu zu drängen, "das Abkommen so umzusetzen, wie es ist".
Im Gazastreifen und dem Westjordanland warteten palästinensische Familien am Samstag vergeblich bis spät in die Nacht auf Angehörige, die freigelassen werden sollten. Die 80-jährige Umm Diya al-Agha erwartete in Chan Junis im Gazastreifen die Rückkehr ihres Sohnes, der nach 33 Jahren in israelischer Haft freikommen sollte. "Wäre mein Herz aus Stahl, wäre es geschmolzen und zerbrochen", sagte al-Agha über das Aussetzen der Freilassungen.
Zuletzt hatte die Übergabe einer falschen Leiche durch die Hamas in Israel für Aufregung gesorgt. Bei der Übergabe der sterblichen Überreste von vier israelischen Geiseln am Donnerstag enthielt ein Sarg nicht wie angekündigt die Leiche von Shiri Bibas. Stattdessen lag darin eine nicht bekannte Frauenleiche. Erst am Freitag erhielt Israel dann vom Roten Kreuz die Nachricht, dass die Hamas den Leichnam der Deutsch-Israelin übergeben habe.
Y.Kobayashi--AMWN