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Kolumbien tritt Chinas Investitionsoffensive Neue Seidenstraße bei
Kolumbien wird Teil von Chinas Investitionsoffensive Neue Seidenstraße: Die beiden Länder unterzeichneten nach Berichten chinesischer Staatsmedien am Mittwoch ein Abkommen zur Aufnahme Kolumbiens in das Programm. Chinas Präsident Xi Jinping und der kolumbianische Präsident Gustavo Petro hätten der Unterzeichnung des Abkommens zum gemeinsamen Aufbau der Neuen Seidenstraße und der Maritimen Seidenstraße beigewohnt, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua.
Xi rief laut Xinhua dazu auf, den formellen Beitritt Kolumbiens zu dem Programm zu nutzen, um die Zusammenarbeit beider Länder qualitativ aufzuwerten. Das kolumbianische Außenministerium sprach von einem "historischen Schritt, der beiden Ländern neue Möglichkeiten für Investitionen, technologische Zusammenarbeit und nachhaltige Entwicklung eröffnet". Petro erklärte im Onlinedienst X, von nun an könne Kolumbien "mit der ganzen Welt auf der Grundlage von Gleichheit und Freiheit interagieren".
China finanziert mit seiner Neuen Seidenstraße seit mehr als zehn Jahren Infrastrukturprojekte wie Häfen, Bahnlinien und Flughäfen in Asien, Afrika, Lateinamerika und Europa. Mehr als hundert Länder sind bereits Teil des Vorzeigeprojektes von Präsident Xi, darunter zwei Drittel der lateinamerikanischen Länder. China hat die USA als größter Handelspartner unter anderem von Brasilien, Peru und Chile abgelöst.
China verspricht sich von der milliardenschweren Investitionsoffensive einen besseren Zugang zu den Märkten anderer Länder. Peking will damit auch seinen politischen Einfluss vergrößern. Vor allem im Westen wird die Seidenstraßen-Initiative teils scharf kritisiert, weil sie beteiligte Länder in die Verschuldung und Abhängigkeit von China treibe.
Das Abkommen mit Kolumbien wurde am Rande eines Treffens mit Vertretern der Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten (Celac) in Peking unterzeichnet, bei dem Xi Kredite in Höhe von umgerechnet 8,3 Milliarden Euro für die "Entwicklung" der Länder Lateinamerikas und der Karibik ankündigte.
M.A.Colin--AMWN