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Rubio: Zusammensetzung von künftiger Gaza-Truppe ist mit Israel abzustimmen
US-Außenminister Marco Rubio hat sich für eine mit Israel abgestimmte Zusammensetzung einer künftigen internationalen Stabilisierungstruppe für den Gazastreifen ausgesprochen. Es werde noch daran gearbeitet, eine entsprechende Truppe zusammenzustellen, diese müsse jedoch aus Ländern bestehen, "mit denen sich Israel wohlfühlt", sagte Rubio am Freitag bei einem Besuch eines israelischen Militärzentrums. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat sich laut Medienberichten gegen eine Beteiligung der Türkei an einer solchen Truppe ausgesprochen.
Der Nato-Mitgliedsstaat Türkei ist eine der stärksten Militärmächte in der Region und war das erste mehrheitlich muslimische Land, das Israel offiziell anerkannte. Unter Präsident Recep Tayyip Erdogan hat sich die Türkei jedoch zu einem lautstarken Kritiker Israels entwickelt. Erdogan hat Israel wiederholt des Völkermords im Gazastreifen beschuldigt. Israel weist dies entschieden zurück.
Das von US-Präsident Donald Trump vorangetriebene Waffenruhe-Abkommen zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas war am 10. Oktober in Kraft getreten. Es sieht unter anderem die Bildung einer internationalen Stabilisierungstruppe vor, die für Sicherheit im Gazastreifen sorgen soll.
"Viele Länder" hätten sich bereit erklärt, sich an dieser Sicherheitstruppe zu beteiligen, sagte Rubio beim Besuch des israelischen Militärzentrums vor Journalisten. Es sei entscheidend für den Erfolg des Waffenruhe-Abkommens, nun die "Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die Stabilisierungstruppe so schnell wie möglich eingesetzt werden kann".
Zugleich äußerte sich Rubio erfreut über bereits erreichte Fortschritte seit Beginn der Feuerpause: "Innerhalb von 13 Tagen haben wir größere Fortschritte gemacht als irgendjemand für möglich gehalten hätte."
Das Waffenruhe-Abkommen zwischen Israel und der Hamas sah in einer ersten Phase neben einer Feuerpause die Freilassung der von der Hamas seit ihrem Überfall auf Israel am 7. Oktober 2023 festgehaltenen lebenden und toten Geiseln sowie von in israelischen Gefängnissen einsitzenden Palästinensern vor. Israel wiederum entließ fast 2000 palästinensische Häftlinge aus seinen Gefängnissen, darunter auch 250 zu lebenslanger Haft verurteilte Straftäter.
O.Norris--AMWN