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Erkundungsmission mit Nato-Partnern: Bundeswehrsoldaten sollen Freitag in Grönland eintreffen
Die für eine gemeinsame Erkundungsmission mit anderen Nato-Partnern nach Grönland entsandten Bundeswehrsoldaten sollen erst am Freitag auf der Arktik-Insel eintreffen. "Wir haben uns nach weiteren Absprachen mit Dänemark entschieden, heute zunächst nach Dänemark (Karup) zu fliegen", teilte das Bundesverteidigungsministerium am Donnerstag mit. Die Bundeswehrsoldaten sollen dann am Freitag "mit dem dänischen Erkundungsteam und weiteren Partnern" nach Grönland fliegen. "Aus unserer Sicht ist der gemeinsame Flug ein starkes Zeichen unserer Geschlossenheit", erklärte das Ministerium.
"Russland und China nutzen die Arktis zunehmend militärisch und stellen damit die Freiheit der Verkehrs-, Kommunikations- und Handelswege in Frage", erklärte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD). "Die Nato wird dies nicht zulassen und auch weiterhin für die regelbasierte internationale Ordnung eintreten." Entscheidend bei der Erkundungsmission sei eine enge Abstimmung "innerhalb der Nato, insbesondere mit unseren US-Partnern".
Das Ministerium betonte mit Blick auf die Erkundungsmission, es gehe "darum, die Möglichkeiten der Gewährleistung der Sicherheit mit Blick auf russische und chinesische Bedrohungen in der Arktis zu eruieren". Dies erfolge "auf Einladung und unter der Führung unserer dänischen Bündnispartner".
Das Verteidigungsministerium hatte am Mittwoch angekündigt, dass 13 Bundeswehrsoldaten für die Erkundungsmission nach Grönland geschickt werden sollen. Auch Frankreich, Schweden und Norwegen wollen sich daran beteiligen. Hintergrund sind US-Drohungen zur Übernahme Grönlands. Ein Krisentreffen der USA mit Dänemark und Grönland in Washington war am Mittwoch ergebnislos zu Ende gegangen.
US-Präsident Donald Trump hält nach dänischen Angaben an seinen Plänen zur Aneignung von Grönland fest. Er hat auch den Einsatz militärischer Mittel nicht ausgeschlossen. Trump begründet seine Pläne mit Sicherheitsinteressen in der Arktis und verweist auf zunehmende Aktivitäten Chinas und Russlands in der Region.
P.Silva--AMWN