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Minister Schnieder will Comeback der Magnetschwebebahn
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) will der Magnetschwebebahn in Deutschland zu einem Comeback verhelfen. Wie die "Rheinische Post" am Samstag berichtete, sollen künftig neue und modernere Bahnen vom Bund gefördert werden und in Konkurrenz zu U- oder Straßenbahnen im Nahverkehr zur Anwendung kommen. Ein Sprecher Schnieders sagte der Zeitung, die leistungsfähige Magnetschwebe-Technologie sei "eine verfügbare und konkurrenzfähige Alternative zu klassischen spurgeführten Verkehrssystemen".
Der Sprecher betonte weiter: "Besonders unter schwierigen topografischen Rahmenbedingungen gibt es gegenüber den anderen Systemen Vorteile." Das sei auch das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2021 gewesen, die der damalige Minister Andreas Scheuer (CSU) in Auftrag gegeben hatte.
Laut Ministerium befindet sich zur Umsetzung der Pläne derzeit die Öffnung des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) innerhalb der Bundesregierung in der Abstimmung, um - wie im Koalitionsvertrag - vereinbart "innovative Ansätze wie zum Beispiel Magnetschwebebahnen" fördern zu können.
Im Rahmen des Gesetzes können Infrastrukturprojekte des ÖPNV anteilig bis zu 90 Prozent mit Bundesfinanzhilfen finanziert werden. Laut Ressort stehen dafür in diesem Jahr rund zwei Milliarden Euro zur Verfügung.
Jahrelang war in Deutschland vor der Jahrtausendwende der Bau einer Magnetschwebebahn namens Transrapid diskutiert worden. Im Jahr 2000 wurde der geplante Baues der Strecke Hamburg-Berlin dann gestoppt, weil es wachsende Zweifel am verkehrspolitischen Sinn und an den Kosten gab.
Th.Berger--AMWN