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Gesundheitliche Gründe: Van Aken gibt Parteivorsitz im Juni ab
Rückzug aus gesundheitlichen Gründen: Linken-Ko-Chef Jan van Aken wird sich beim anstehenden Parteitag nicht zur Wiederwahl stellen. "Aus gesundheitlichen Gründen muss ich mein Amt im Juni niederlegen", erklärte van Aken am Mittwoch in Berlin. Noch im Januar hatte der 64-Jährige erklärt, beim Bundesparteitag in Potsdam im Juni erneut an der Seite von Ines Schwerdtner für den Parteivorsitz kandidieren zu wollen.
"In der nächsten Zeit werde ich mich verstärkt um meine Gesundheit kümmern müssen", erklärte van Aken weiter. "Aber es besteht kein Grund zu größerer Sorge um mich, es ist keine lebensbedrohliche Krankheit." Trotzdem müsse er auf sich aufpassen. Er werde "nicht komplett ausfallen", erklärte der Linken-Politiker weiter. Sein Mandat im Bundestag werde er bis zum Ende der Legislaturperiode ausüben "und weiterhin der Partei zur Verfügung stehen, im Rahmen des dann Möglichen".
Der einstige Greenpeace-Aktivist war im Oktober 2024 an der Seite der Publizistin und Miet-Aktivistin Schwerdtner auf dem Bundesparteitag in Halle an der Saale zum Parteivorsitzenden gewählt worden. Bis zum Potsdamer Parteitag im Juni werde er weiter an der Seite Schwerdtners Parteivorsitzender bleiben, erklärte er. "Mir fällt dieser Schritt sehr schwer, weil ich es immer anders geplant hatte. Ich werde die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Ines vermissen." Die Linkspartei wählt bei ihrem Parteitag in Potsdam vom 19. bis 21. Juni ihre neue Führung.
Seine Partei sei auf einem guten Weg, erklärte van Aken. So habe die Linke bei allen vier Wahlen in diesem Jahr deutlich zugelegt. Es kämen immer weiter neue Parteimitglieder dazu, "wir haben Themen wie Mietendeckel und Vermögensteuer bundesweit stark gemacht". Die anderen Parteien würden anfangen, "bei uns abzuschreiben. Daher bin ich zuversichtlich, dass die Linke in den nächsten Jahren eine immer größere Rolle in diesem Land spielen wird."
Der 64 Jahre alte Biologe aus Schleswig-Holstein saß bereits von 2009 bis 2017 für die Linke im Bundestag. Vorher war er Biowaffeninspekteur bei der UNO und Gentechnikexperte bei Greenpeace. Der Vater von drei Kindern war auch für die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Tel Aviv tätig.
Die Themen Solidarität und gerechte Vermögensverteilung stellt er in den Mittelpunkt. "Ich finde, es sollte keine Milliardäre geben", ist eine seiner Lieblingsaussagen.
O.M.Souza--AMWN