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Wadephul bekräftigt Unterstützung für Ukraine und betont Geschlossenheit der Europäer
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat der Ukraine eine weitere Unterstützung in ihrem Verteidigungskampf gegen Russland zugesichert und die Geschlossenheit der europäischen Verbündeten hervorgehoben. "Wir sind geeinter als zu Beginn des Krieges", sagte Wadephul am Dienstag bei einem Sicherheitsforum in Warschau. "Wir verfügen über mehr Kapazitäten als zu Beginn des Krieges. Und wir wissen, was vor uns liegt."
Der bevorstehende Winter werde eine Herausforderung sein, sagte der Minister mit Blick auf die massiven Luftangriffe, mit denen Russland unter anderem die ukrainische Energieinfrastruktur ins Visier nimmt. "Aber wir wissen, was zu tun ist." Europa habe "tatsächlich seine Rolle gefunden", betonte Wadephul bei einer Podiumsdiskussion mit seinem polnischen Kollegen Radoslaw Sikorski, dem britischen Außenminister Ed Miliband und Norwegens Chefdiplomaten Espen Barth Eide.
Auch wenn Russland derzeit keine Bereitschaft für eine Waffenruhe zeige, müsse weiter daran gearbeitet werden, Kreml-Chef Wladimir Putin an den Verhandlungstisch zu holen, sagte Wadephul.
Er mache sich keine Sorgen, dass die europäische Unterstützung der Ukraine nach mehr als viereinhalb Jahren Krieg nachlassen könnte. Die Befürchtung sei schon in den ersten Kriegsmonaten geäußert worden. "Aber das Gegenteil ist eingetreten. Und das wird auch in Zukunft der Fall sein. Ich bin also wirklich davon überzeugt, dass wir diese Stärke bewahren und der Ukraine auch in der kommenden Zeit zur Seite stehen werden."
Die Ukraine brauche diese Unterstützung angesichts der massiven russischen Luftangriffe "dringender denn je", hatte der Außenminister vor seiner Abreise nach Warschau erklärt. Jeden Tag führe Putin Europa aufs Neue vor Augen, dass Freiheit und Sicherheit "keine Selbstverständlichkeiten" mehr seien, betonte der Außenminister. "Europas Verteidigung beginnt mit der Ukraine - aber sie endet dort nicht. Auch wir sind im Fadenkreuz", sagte er.
"Jetzt ist der Zeitpunkt, um den Druck auf Russland zu erhöhen", betonte Wadephul. Die am Montag beschlossene Ausweitung der EU-Sanktionen gegen Russland sende die Botschaft an Putin, dass seine Versuche, "uns zu spalten oder zu verunsichern", scheitern werden.
Neben seiner Teilnahme an dem Sicherheitsforum will Wadephul in Warschau auch bilaterale Gespräche führen. Zum Auftakt des Forums hatte Polens Regierungschef Donald Tusk die westlichen Verbündeten am Montag zu einer weiteren Verschärfung der Sanktionen gegen Russland aufgerufen.
P.M.Smith--AMWN